Sommerurlaub - Westendorf (Tirol)

Fazit vorweg:

Dieser Urlaub war leider eine echte Enttäuschung – der erste misslungene Aufenthalt in Österreich.

Anreise & erster Eindruck (15. August)
Die Anreise erfolgte mit großen Erwartungen an ein ruhiges Wellnesshotel, etwa 20 km von Westendorf entfernt. Vor Ort kam jedoch direkt die Ernüchterung: Das Hotel war überbucht, und wir mussten kurzfristig nach Westendorf ausweichen.
Der Ort selbst war mir noch von einem Skiurlaub vor über 20 Jahren bekannt – damals ganz charmant, im Sommer jedoch wenig überzeugend. Unser Hotel lag zentral, direkt neben der Kirche. Das tägliche Glockenläuten war alles andere als entspannend.
Am Abend gab es nur noch einen kurzen Spaziergang und ein Essen – danach Vorbereitung auf den nächsten Tag.

16. August – Einstieg mit kleinen Wanderungen
Am Morgen starteten wir mit einer etwa 5 km langen „Wohlführrunde“ von Westendorf Richtung Bichling und zurück über den Sandfang und unterhalb der Alpenrosenbahn.
Da uns das nicht ausreichte, ging es am Nachmittag noch einmal mit der Alpenrosenbahn hinauf. Der Plan war, auch wieder herunterzufahren – stattdessen entschieden wir uns für den Abstieg zu Fuß. Eine Fehlentscheidung: Auf halber Strecke setzte starker Regen ein.

17. August – Hohe Salve & erste richtige Tour
Zu Fuß ging es nach Hopfgarten, von dort mit der Bahn auf die Hohe Salve (1829 m).
Anschließend begann eine anspruchsvollere Wanderung Richtung Filzalm. Über Hochbrixen fuhren wir schließlich mit der Bahn wieder ins Tal und kehrten über den „Erlebnisweg“ nach Westendorf zurück.
Leider folgte danach eine starke Erkältung, die mich für rund anderthalb Tage außer Gefecht setzte – inklusive Arztbesuch.

19. August – Filzalmsee & Bergbahnrunde
Nach der Zwangspause ging es erneut über den Erlebnisweg nach Hochbrixen und weiter in die Bergwelt.
Wir wanderten rund um den Filzalmsee, machten Halt an der Silleralm und nutzten anschließend mehrere Bahnen (u. a. Zinsbergbahn), um verschiedene Aussichtspunkte zu erreichen.
Rückweg wieder klassisch über Hochbrixen und den Erlebnisweg nach Westendorf.

20. August – Kitzbühel-Marsch
Ein eher monotoner Tag: Rund 15 km zu Fuß von Westendorf über Kirchberg nach Kitzbühel.
Ein langer, geradliniger Marsch – sinnbildlich fast schon wie „nebeneinander herlaufen nach 24 Ehejahren“.
Rückfahrt schließlich bequem mit der Bahn.

21. August – Abschlusstour
Zum Abschluss ging es noch einmal mit der Alpenrosenbahn (Sektion 1 und 2) nach oben.
Von dort wanderten wir über den „Fleiding“ zum Speicherteich Kreuzjöchl und anschließend zurück zur Bergstation.
Talfahrt, Abendessen und Vorbereitung auf die Abreise am nächsten Tag.

Gesamtfazit:
Ein Urlaub mit vielen kleinen und großen Enttäuschungen:

  • Fehlstart durch Hotelüberbuchung

  • Wenig überzeugendes Wandergebiet rund um Westendorf

  • Störfaktor durch die Lage des Hotels

  • Wetterpech

  • gesundheitlicher Ausfall

Österreich bleibt grundsätzlich ein wunderschönes Reiseziel – aber dieser Aufenthalt gehört definitiv nicht zu den gelungenen Erinnerungen.

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