Burg Regenstein


\"Stempelstelle

Am nordwestlichen Ortsrand von Heimburg erhebt sich die Altenburg (281 m ü. NN), mit den Mauerresten der Heimburg, die erstmalig 1073 urkundlich erwähnt wurde. Die Burg diente dem Schutz von Handelswegen und gehörte nach einer lange Zeit andauernden Fehde zwischen den Heimburgern und den Regensteinern schließlich zum Besitz der Regensteiner Grafen. In den Bauernaufständen und im 30jährigen Krieg wurde die Burg stark zerstört und schließlich aufgegeben. Nach 1990 wurden die Ruinen freigelegt, saniert und als Aussichtspunkt mit einem Pavillon versehen. Eine Schautafel, neben welcher auch der Stempelkasten steht, gibt interessante Informationen zur Geschichte der Altenburg. Ein guter Ausgangspunkt ist der Parkplatz in der Ortsmitte von Heimburg, von welchem der beschilderte Wanderweg zur Altenburg hinauf führt. Man kann von der Heimburg aus die Wanderung nach Benzingerode zum Austbergturm HWN 83 und zum Stapenberg HWN 33 fortsetzen.

\"Stempelstelle

Die Sandhöhlen im Heers befinden sich nordöstlich unterhalb von der Burgruine und Festung Regenstein. Der „Heers“ ist ein großes hauptsächlich aus Kiefern bestehendes Waldgebiet zwischen Blankenburg und Halberstadt. Benannt wurde dieses Gebiet nach der, in früherer Zeit bedeutenden Heerstraße, welche den Wald durchzieht. Die Sandhöhlen oder wie die Blankenburg sagen „Die Sandhutsche“ sind für jeden Erstbesucher eine beeindruckende Entdeckung mitten im Kiefernwald. Bereits auf dem Weg dorthin, fallen einem die vielen kleinen  Felsen und sandigen Wegabschnitte auf, doch die „Sandhutsche“ mit ihren bis zu drei Meter hohen Felsen und den von Menschen in den Stein gehauenen Höhlen übertrifft alle Erwartungen. Diese faszinierende Landschaft wurde schon von den alten Germanen als Versammlungsort gewählt und hat bis heute nichts von ihrer magischen Anziehungskraft verloren. Die Sandhöhlen wurde von unseren Stempelwanderern in 2009 zur schönsten Stempelstelle gewählt. Ausgangspunkt für einen Besuch ist der von der B 6 n leicht zu erreichende und ausgeschilderte Parkplatz unterhalb der Burg. Es bietet sich an zunächst über den schmalen, beschilderten Pfad linkerhand des Parkplatzes die Regensteinmühle HWN 82 zu erwandern.  Anschließend gelangt man über die unterhalb der Regensteinmühle liegende Heerstraße rechterhand zu den Sandhöhlen im Heers. Von den Sandhöhlen aus führen  mehrere ausgewiesene Wege hinauf zur Burg und Festung Regenstein HWN 80.

\"Stempelstelle

Die Burgruine und Festung Regenstein (293 m ü. NN) wurde nördlich von Blankenburg auf einen Sandsteinfelsen erbaut und ist ein markanter Punkt in der Landschaft des Vorharzes. Berühmt wurde die Burg vor allem durch den Grafen Albrecht II. von Regenstein (1310–1349), der in den 1330er Jahren häufig Streitigkeiten mit den Regierenden der umliegenden Städte, dem Bischof von Halberstadt und der Äbtissin von Quedlinburg hatte. Romantisch verklärt wurden diese Geschichten in dem Roman „Der Raubgraf“ von Julius Wolff. Im 15. Jahrhundert zog die Regensteiner Grafenfamilie auf das Blankenburger Schloss. Die Burg verfiel und wurde zur Ruine. Die mittelalterliche Burganlage wurde ab 1671 von Preußen zur Festung ausgebaut. 1736 schlug ein Blitz in den Pulverturm ein und beschädigte die Festung stark. 1757 eroberten die Franzosen den Regenstein. Die Preußen eroberten sie bereits fünf Monate später am 12. Februar 1758 zurück und machten die Anlage unbrauchbar. Das Pulverlager, welches sich relativ weit oben befand, wurde dabei gesprengt. Von dieser Festung blieben nur die Kasematten, die Einbauten in den Fels und das restaurierte Eingangstor erhalten. Charakteristisch sind die vielen in den Fels getriebenen, höhlenartigen Räumlichkeiten, in denen sich heute eine Ausstellung von Bodenfunden aus dem Burgbereich befindet. Selbst die Pferdeställe waren in den Fels gehauen. Johann Wolfgang von Goethe besuchte gemeinsam mit dem Maler Georg Melchior Kraus den Regenstein am 11. September 1784 auf seiner dritten Harzreise, um geologische Studien zu betreiben. In der Goetheschen Gesteinssammlung erinnern zwei Zeichnungen und eine Gesteinsprobe an diesen Besuch. Der Regenstein ist eine der interessantesten Burgen im ganzen Harz. Die Eroberung des Sandsteinfelsens ist ein beeindruckendes Erlebnis. Neben beeindruckenden Panoramablicken bestaunen selbst die Kleinsten das in den Fels geschlagene Bauwerk. Ausgangspunkt für einen Besuch ist der von der B 6 n leicht zu erreichende und ausgeschilderte Parkplatz unterhalb der Burg. Es bietet sich an zunächst über den schmalen, beschilderten Pfad linkerhand des Parkplatzes die Regensteinmühle HWN 82 und die Sandhöhlen im Heers HWN 81 zu erwandern. Von den Sandhöhlen aus führen mehrere ausgewiesene Wege hinauf zur Burg.

\"Stempelstelle

Die Regensteinmühle befindet sich zwischen der Burg und Festung Regenstein HWN 80 und  den Sandhöhlen im Heers HWN 81. Die Regensteinmühle wurde Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und versorgte bis Mitte des 15. Jahrhunderts die Burgbewohner mit Grützmehl und Öl. Das Aufschlagwasser für die Mühlräder wurde mittels eines knapp zwei Kilometer langen Mühlgrabens vom Goldbach unterhalb des Mönchemühlenteichs zur Regensteinmühle geleitet. Nach dieser Zeit verfiel die Anlage und die Natur holte sich das Gelände zurück. In den Jahren 1988 bis 1997 wurde die gesamte Mühlenanlage durch den Blankenburger Bergbauingenieur Lothar Tomaszewski und freiwilligen Helfern wiederentdeckt und freigelegt. Zusammen mit ABM Kräften einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme wurden auch zwei Mühlenräder eingebaut. Doch bereits ab 2012 machte man sich erneut Gedanken, wie diese wertvolle Anlage erhalten werden konnte, da bereits erhebliche Verwitterungsspuren an den Mühlrädern zu erkennen waren. Mit Hilfe der „Kommunalen Beschäftigungsagentur“ des Landkreises Harz und weiterer Netzwerkpartner wurde ein einmaliges Projekt zum Erhalt dieser wertvollen Anlage entwickelt. Unter Federführung der VHS-Bildungswerk GMbH haben Jugendliche aus der Harzregion in einem gemeinsamen Projekt mit jungen Franzosen der Einrichtung „EPIDE“ aus der Partner-Region Belfort in den Jahren 2013 und 2014 beide Mühlräder neu gefertigt und vor Ort montiert. Man erreicht die Regensteinmühle über einen schmalen beschilderten Pfad, welcher gegenüber des Parkplatzes unterhalb der Burgruine Regenstein HWN 80 in den Wald führt. Es bietet sich an, die Tour zu den Sandsteinhöhlen HWN 81 im Heers fortzusetzen. Die Regensteinmühle wurde von unseren Wanderfreunden zur schönsten Stempelstelle 2014 gekürt.

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Am nördlichen Harzrand befindet sich nordwestlich von Blankenburg das ehemalige Zisterzienserkloster Michaelstein. Es liegt idyllisch am Ausgang des Klostergrundes und wird an drei Seiten von den nördlichen Ausläufern der Harzberge umgeben. Das Kloster wurde im Jahre 1147 von der Quedlinburger Äbtissin Beatrix II. am alten Standort oberhalb der Höhle Volkmarskeller gegründet. In der Frühphase galten im Kloster benediktinische Regeln, jedoch schon ab dem Jahre 1152 geriet es unter den Einfluß der Zisterzienser. Unter diesen erlebte es im Mittelalter seine Blütezeit und entwickelte sich zu einem bedeutenden Wirtschafts- und Machtzentrum des Zisterzienserordens. Die Ernährung der Mönche bestand aus religiösen Gründen zu einem großen Teil aus Fisch. Daher legten diese etwa 20 Fischteiche in der näheren Umgebung, vor allem aber im Klostergrund an. Viele dieser Teiche sind noch heute vorhanden und werden wie in alter Zeit zur Fischzucht genutzt. Schwere Verwüstungen mußte das Kloster Michaelstein während des Bauernkrieges über sich ergehen lassen. Die Aufständigen plünderten die Klostergebäude und zerstörten die Klosterkirche – eine eindrucksvolle kreuzförmige Basilika – vollständig. Damit leiteten sie den Niedergang des Klosters ein und im Jahre 1543 legte der letzte katholische Abt sein Amt nieder. Im folgenden Jahr richteten die Grafen von Regenstein auf dem Gelände eine Klosterschule ein. Diese hatte mit Unterbrechungen Bestand bis zum Jahre 1807. Trotz aller Widrigkeiten der vergangenen Jahrhunderte ist bis in unsere Tage hinein ein bedeutender Teil der Gebäude des Klosters Michaelstein in seinem romanischen Ursprung erhalten geblieben. Es finden sich an vielen Stellen aber auch Stilelemente der Gotik, der Renaissance und des Barock. Eine große Attraktion sind die beiden nach mittelalterlichem Vorbild gestalteten Klostergärten. In ihnen wachsen mehrere hundert verschiedene Kräuter, welche zur Zeit der Mönche als Arzneibestandteile Verwendung fanden. In der heutigen Zeit zählt das Kloster Michaelstein zu den wichtigsten Kultureinrichtungen in der Region um Blankenburg. Das Kloster ist bekannt für seine zahlreichen Konzertveranstaltungen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Museum mit seiner großartigen Sammlung von Musikinstrumenten. Das Kloster Michaelstein ist außerdem eine Station auf dem Harzer Klosterwanderweg.

 

Kloster Michaelstein befindet sich zwischen Blankenburg und Heimburg im wasserreichen Klostergrund. Anfang des 12. Jahrhunderts beschloss das Generalkapitel des noch jungen Zisterzienserordens: In Städten, befestigten Orten und Dörfern dürfen keine Klöster gebaut werden. Dieses Gesetz wurde auch hier im Harz befolgt, als das dem Erzengel Michael geweihte Kloster entstand. Wie zur Gründungszeit (1146) liegt Michaelstein auch heute noch abseits des städtischen Lebens von Blankenburg in idyllischer Harzrandlage. Es erlebte im Mittelalter eine längere wirtschaftliche Blütezeit, seine Äbte wurden wiederholt zu geistlichen Aufträgen durch die Päpste herangezogen. Schon damals wurde in den eigens dafür angelegten Teichen Fischzucht betrieben. 1543 legte der letzte katholische Abt sein Amt nieder. Die Grafen von Blankenburg richteten eine Klosterschule ein, die auch nach Übernahme durch die Herzöge von Braunschweig Bestand hatte. Anfang des 18. Jahrhunderts ließ Herzog Ludwig-Rudolf umfangreiche Baumaßnahmen durchführen und ein Predigerseminar einrichten. Nach der französischen Fremdherrschaft hatte Michaelstein nur noch wirtschaftliche Funktionen, die das Klostergut auch nach der so genannten Bodenreform unter verschiedenen Rechtsträgern behielt. Heute hat die Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis hier ihren Sitz. Das Kloster bietet ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm und ist ein beliebtes Ausflugsziel an der Straße der Romanik. 1880 wurde am Kloster eine Zuchtanstalt für Forellen, Saiblinge und Schmerle eingerichtet.Die Forellenzucht wird auch heute noch privatwirtschaftlich betrieben. Eine Einkehr in das Gasthaus „Klosterfischer“ oder in die kleine „Wandergaststätte“ mit Fischverkauf ist sehr empfehlenswert. Am Kloster sind Parkplätze vorhanden, von denen man die Wanderung durch den Klostergrund zum Stempelkasten starten kann. Die Stempelstelle befindet sich rechts vom Damm des dritten Teiches an einer Informationstafel. Es empfiehlt sich die Wanderung zur HWN 87 Volkmarskeller fortzusetzen und in der dortigen Naturhöhle die Ursprünge des Kloster Michaelsteins zu erleben.

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