Toskana Roadtrip 2023

17.07. – 29.07.2023 · 12 Tage · Italien Rundreise
Ein Sommer-Roadtrip vom Gardasee über die Toskana bis nach Cinque Terre und zurück über die Schweiz.

Tag 1–2 · Anreise & Gardasee

Am 17. Juli starteten wir früh morgens Richtung Süden. Nach einem Zwischenstopp in Ingolstadt erreichten wir am nächsten Tag den Gardasee — unser erstes echtes Urlaubsgefühl.

Die warmen Temperaturen, Palmen und der Blick auf die Berge ließen sofort das Gefühl entstehen:
Jetzt beginnt der Urlaub (Wir waren die einzigen Gäste im Hotel).

Am 19. Juli besuchten wir Peschiera del Garda, eine kleine Festungsstadt mit engen Gassen und wunderschönen Wasserwegen. Cafés direkt am Wasser, Boote im Hafen und italienisches Flair — perfekter Start.

Verona

Tag 3 · Verona & Prato

Am 20. Juli hieß es Abschied nehmen — aber nur kurz:

Zwischen Romantik und echtem Italien führte uns die Reise zuerst nach Verona – eine Stadt wie aus einem Film. Die gewaltige Arena, kleine verwinkelte Gassen und lebendige Plätze verleihen der Altstadt eine besondere Atmosphäre zwischen Geschichte und Dolce Vita. Ganz anders empfing uns später Prato in der Toskana: ruhiger, bodenständiger und überraschend authentisch. Statt großer Touristenströme erlebt man hier italienischen Alltag, mittelalterliche Mauern und gemütliche Cafés – ein Ort, an dem man Italien nicht nur sieht, sondern wirklich spürt.

San Gimignano

Tag 4 · Florenz & Siena

Am nächsten Morgen ging es über San Gimignano nach Florenz.
Dom, Altstadt, kleine Straßen und überall Geschichte — eine Stadt, die man kaum in wenigen Stunden erfassen kann.

Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Siena, wo wir übernachteten.
Die Piazza del Campo bei Sonnenuntergang war eines der ersten Highlights der Reise, wo es dann auch lecker zu essen gab, wie man sieht.

weiter nach Sempriano

Tag 5 · Das ist die Toskana

Nach einem gemütlichen Frühstück in Siena starteten wir frühmorgens zu unserer ersten richtigen Tour durch die Toskana. Die Straßen waren noch ruhig, die Luft angenehm frisch – genau die richtige Stimmung, um die Landschaft in vollen Zügen zu genießen.

Unser erster Halt führte uns nach Montalcino, wo wir einen kurzen Zwischenstopp einlegten, bevor es weiter in Richtung Val d’Orcia ging. In San Quirico d’Orcia erwarteten uns die typischen Gassen, Natursteinfassaden und dieser ganz besondere Charme, den man nur hier findet. Von dort aus ging es weiter nach Pienza, wo wir eine entspannte Pause einlegten und die Gelegenheit nutzten, etwas zu essen – mit herrlichem Blick auf die sanften Hügel der Umgebung.

Anschließend führte uns die Route über kurvige Straßen durch die Berge immer weiter nach Süden, vorbei an Weinbergen, Zypressenalleen und kleinen Dörfern, bis wir schließlich in Semproniano ankamen. Dort bezogen wir unser wunderschönes Hotel, das – wie man auf den späteren Bildern noch sehen wird – perfekt in die toskanische Landschaft eingebettet war und den Tag ideal abrundete.

Saturnia und seine Quellen

Tag 6 · Heiße Quellen & Küste

Am nächsten Morgen starteten wir ganz entspannt in den Tag. Das Frühstück war komplett selbstgemacht – sehr familiär und herzlich, man fühlte sich sofort willkommen.

Danach ging es zu einem echten Highlight der Reise: den berühmten Thermen von Saturnia. Warmes, türkisfarbenes Wasser, frei zugänglich und mitten in der Natur – ein Naturpool wie aus einem Film.

Anschließend fuhren wir weiter Richtung Meer nach Castiglione della Pescaia. Dort genossen wir Strand und Sonne, bevor wir noch zu den Spiagge-Beach-Sehenswürdigkeiten weiterzogen.

Zum Abschluss des Tages ging es nach Stagno, wo wir übernachteten und den Abend ruhig ausklingen ließen bei McDonald’s

Pisa

Tag 7 · Pisa & Lucca – Zwischen Weltwunder und toskanischer Gelassenheit

Am 24. Juli stand ein weiterer abwechslungsreicher Tag auf dem Programm. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Pisa – ein Ort, den man natürlich schon unzählige Male auf Fotos gesehen hat, der aber in echt trotzdem beeindruckt.

Auf der Piazza dei Miracoli steht er dann plötzlich vor einem: der Schiefe Turm. Viel größer als erwartet und irgendwie surreal, wie stark er sich tatsächlich neigt. Zusammen mit dem Dom und dem Baptisterium wirkt das gesamte Areal fast wie eine Filmkulisse. Trotz der vielen Besucher hat der Platz eine besondere Atmosphäre – offen, hell und typisch italienisch lebendig. Nach einem kleinen Spaziergang durch die umliegenden Straßen ging es weiter Richtung Küste.

Nächster Stopp: Marina di Torre del Lago.
Hier wurde es direkt ruhiger. Strand, Dünen, Meerblick und eine frische Brise – genau das Richtige nach der Hitze in der Stadt. Ein kurzer Aufenthalt zum Durchatmen, Füße ins Wasser halten und einfach den Moment genießen.

Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Lucca – und diese Stadt wurde völlig unerwartet zu einem der Highlights der Reise.

Schon bei der Ankunft fiel auf, wie entspannt alles wirkt. Keine Hektik, keine großen Straßen – stattdessen kleine Gassen, viele Fahrräder und überall Cafés. Das Besondere: Die komplette Altstadt ist von einer mächtigen Stadtmauer umgeben, die heute wie ein großer Park genutzt wird. Man kann komplett oben herum laufen oder fahren – mit Blick auf Dächer, Kirchen und Plätze.

Innerhalb der Mauern fühlt sich Lucca fast wie ein eigenes kleines Universum an. Hinter jeder Ecke entdeckt man neue Plätze, kleine Läden oder Restaurants. Straßenmusiker spielen, Kinder fahren Fahrrad und die Stadt lebt – aber ohne laut zu sein.

Am Abend ließen wir den Tag gemütlich ausklingen, schlenderten noch einmal durch die beleuchteten Gassen und beschlossen schnell: Hier bleiben wir über Nacht.

Lucca war keine Stadt zum „abhaken“, sondern eine zum Ankommen. Genau das machte sie so besonders.

La Spezia

Tag 8 · Ligurische Küste

Wir verabschiedeten uns langsam von der Toskana und fuhren weiter Richtung Norden – doch ganz ohne einen letzten Halt wollten wir die Region nicht verlassen. Also ging es noch einmal nach Lucca zu einem entspannten Stadtrundgang. Durch die kleinen Gassen schlendern, einen Espresso auf der Piazza trinken und die besondere Atmosphäre der Stadt genießen – der perfekte Abschluss.

Anschließend erreichten wir die ligurische Küste und machten Halt in San Terenzo. Eigentlich war ein Bad im Meer geplant, doch der starke Wind machte uns einen Strich durch die Rechnung. Die Wellen peitschten gegen die Küste und statt Badepause gab es einen Spaziergang mit Meeresrauschen und frischer Seeluft – fast genauso schön.

Am Abend fuhren wir weiter nach La Spezia, wo wir übernachteten. Der Hafen, die Promenade und das maritime Flair sorgten für einen ruhigen Ausklang des Tages und Vorfreude auf die kommenden Küstenorte.

Porto Venere

Tag 9–10 · Porto Venere & Cinque Terre

Porto Venere gehörte für uns zu den absoluten Highlights der Reise. Die bunten Häuser schmiegen sich steil an die Felsen, kleine Boote schaukeln im Hafen und überall hat man den Blick aufs offene Meer. Trotz der traumhaften Lage wirkte der Ort deutlich entspannter als viele bekannte Küstenorte – fast schon wie ein Geheimtipp neben den berühmten Cinque Terre. Wir schlenderten durch enge Gassen, liefen bis zur Kirche auf der Landspitze und genossen einfach die besondere Atmosphäre zwischen Felsen, Wasser und Pastellfarben.

Am nächsten Morgen ging es dann in die Cinque Terre. Die fünf Dörfer kleben spektakulär an den Klippen, verbunden durch Bahnstrecke, Wanderwege und unzählige Treppen. Hinter jeder Kurve eröffnete sich ein neues Postkartenmotiv: Weinberge über dem Meer, kleine Häfen und farbenfrohe Häuser, die scheinbar direkt aus dem Felsen wachsen. Trotz vieler Besucher verliert die Landschaft nichts von ihrer Faszination – man bleibt ständig stehen, schaut und fotografiert.

Am Abend ließen wir das Meer hinter uns und fuhren weiter Richtung Norden zum Lago Maggiore. Nach den steilen Küsten und dem Salz in der Luft wirkte der große See fast ruhig und alpin – ein völlig neues Kapitel unserer Reise begann.

Rheinfall

Tag 11 · Schweiz & Schwarzwald

Am 28. Juli begann unser vorletzter Reisetag noch einmal mit einer völlig neuen Landschaft. Nach Italien wechselten wir in die Schweiz – alles wirkte sofort geordneter, ruhiger und ein bisschen alpiner. In Zürich legten wir einen kurzen Stopp ein, spazierten am Wasser entlang und genossen den Blick auf die Stadt mit den Bergen im Hintergrund. Ein schöner Kontrast zu den engen Küstendörfern der letzten Tage.

Weiter ging es zum Rheinfall bei Schaffhausen. Schon von weitem hörte man das Donnern des Wassers. Die gewaltigen Wassermassen stürzen dort über die Felsen, Gischt liegt in der Luft und man wird selbst auf den Aussichtspunkten noch leicht nass. Einer dieser Orte, die auf Fotos beeindruckend aussehen – in echt aber noch viel mächtiger wirken.

Danach fuhren wir weiter Richtung Deutschland in den Schwarzwald. Die Straßen wurden kurviger, Wälder dichter und die Landschaft wieder sanft hügelig. In Freiburg im Breisgau ließen wir den Tag ausklingen: warme Abendstimmung, kleine Gassen, das Bächle in den Straßen und ein letzter Spaziergang durch die Altstadt.

Ein perfekter Abschluss – Alpenblick, Wasserfälle und noch einmal eine ganz andere Landschaft, bevor es endgültig nach Hause ging.

Rhein

Tag 12 · Heimreise

Am 29. Juli starteten wir zur letzten Etappe unserer Reise. Entlang des Rheins ging es Richtung Norden – vorbei an Weinbergen, kleinen Orten und immer wieder mit Blick auf das Wasser, das uns ein Stück des Weges begleitete. Nach den vielen neuen Eindrücken der vergangenen Tage fühlte sich die Fahrt fast schon ruhig an, als würde die Reise langsam ausklingen.

In Bonn machten wir das letzte mal Pause. Dann nur noch Autobahn Richtung Heimat. Schließlich endete unsere große Runde. Müde von den vielen Kilometern, aber voller Erinnerungen, Bilder und Erlebnisse kamen wir wieder zu Hause an – mit dem Gefühl, in kurzer Zeit unglaublich viel gesehen zu haben: Meer, Berge, Seen, Städte und unzählige kleine Momente dazwischen.

Fazit

Eine unvergessliche Rundreise mit Kultur, Meer, Bergen und einzigartigen Landschaften.

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