Auf den Spuren von Borussia Dortmund β Stadionbesuch und Radtour (6.β7. Juli 2024)
Manche Dinge begleiten einen ein Leben lang. Bei mir ist es die Liebe zu Borussia Dortmund. Schon als kleiner Junge wurde ich von meinem Vater damit angesteckt. Er stammt aus Dortmund und nahm mich damals einmal mit ins Stadion β noch ins alte Stadion Rote Erde. Diese Erinnerungen sind geblieben. Seitdem schlΓ€gt mein Herz schwarz-gelb.
Viele Jahre spΓ€ter kam mir eine Idee: Warum nicht noch einmal dorthin zurΓΌckkehren, an die Orte, an denen alles begann? Als ich hΓΆrte, dass rund um die UEFA Euro 2024 StadionfΓΌhrungen angeboten wurden, war fΓΌr mich klar β das mache ich.
Also setzte ich mich am 6. Juli 2024 in den Zug nach Dortmund β natΓΌrlich mit dem Fahrrad im GepΓ€ck. Denn wenn ich schon in der Stadt meines Vereins bin, wollte ich sie auch richtig erleben.
Schon im Vorfeld hatte ich mir eine besondere Radtour herausgesucht: eine Route auf den Spuren von Borussia Dortmund. Sie begann direkt am Hauptbahnhof und fΓΌhrte mich quer durch die Stadt zu vielen Orten, die mit der Geschichte des Vereins verbunden sind.
Ein ganz besonderer Moment war der Halt am Borsigplatz. Hier wurde der BVB gegrΓΌndet β ein StΓΌck FuΓballgeschichte. Dort zu stehen, als Fan, mit dem Fahrrad auf einer Tour durch die Stadt, hatte irgendwie etwas Besonderes. Man spΓΌrt plΓΆtzlich, dass dieser Verein nicht nur FuΓball ist, sondern Teil der Stadt und ihrer Menschen.
Weiter ging es durch Dortmund, vorbei an verschiedenen bekannten Orten bis zum BVB-Trainingszentrum Brackel, wo heute die Profis trainieren. Auch dort kurz anzuhalten und zu wissen, dass hier tΓ€glich fΓΌr die groΓen Spiele gearbeitet wird, machte die Tour besonders.
SpΓ€ter fΓΌhrte mich der Weg zum Phoenix-See, der heute einer der schΓΆnsten Orte der Stadt ist. Ein schΓΆner Kontrast: ehemalige Industriegeschichte, die sich in einen Ort zum Leben und GenieΓen verwandelt hat.
NatΓΌrlich durfte auch eine Pause nicht fehlen. Bei der Bergmann Brauerei legte ich einen Stopp ein. Eine Currywurst, etwas zu trinken β genau das Richtige nach einigen Kilometern auf dem Rad.
Und dann kam wieder dieser Moment, den jeder BVB-Fan kennt: Als ich auf meiner Route am Signal Iduna Park vorbeifuhr. Allein der Blick auf dieses Stadion sorgt sofort fΓΌr GΓ€nsehaut.
Nach der Tour fuhr ich zunΓ€chst ins Hotel. Und als wΓ€re der Tag nicht schon passend genug gewesen, stellte ich fest: Mein Zimmer war tatsΓ€chlich schwarz-gelb gestaltet. Da musste ich schmunzeln β besser hΓ€tte es kaum passen kΓΆnnen.
Doch das eigentliche Highlight stand noch bevor. Am Nachmittag fuhr ich noch einmal mit der Bahn zurΓΌck zum Signal Iduna Park, denn dort wartete meine StadionfΓΌhrung.
Durch den Spielertunnel zu gehen, die TribΓΌnen aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen und Orte zu betreten, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt β das war schon ein besonderes GefΓΌhl.
Direkt danach ging es noch ins Borusseum, das Museum von Borussia Dortmund. Dort wird die gesamte Geschichte des Vereins erzΓ€hlt β von den AnfΓ€ngen am Borsigplatz bis zu groΓen Erfolgen in Deutschland und Europa. FΓΌr mich als Fan war das ein emotionaler Abschluss dieses Tages.
Am Abend schlenderte ich noch einmal durch die Innenstadt und aΓ in der KampstraΓe eine Kleinigkeit. SpΓ€ter schaute ich mir beim Public Viewing noch das EM-Spiel Niederlande gegen TΓΌrkei an. Ein FuΓballtag, wie er besser kaum sein kΓΆnnte.
Tag 2 β Auf dem Rad Richtung Paderborn
Am nΓ€chsten Morgen begann der zweite Teil meiner kleinen Reise. Nach einem gemΓΌtlichen FrΓΌhstΓΌck in der Innenstadt schwang ich mich wieder aufs Fahrrad.
Die Route fΓΌhrte mich ΓΌber den Hellweg-Radweg von Dortmund nach Paderborn. Eine lange, aber sehr angenehme Strecke, meist flach und gut zu fahren.
Unterwegs ging es durch Orte wie Unna, Werl, Soest, Erwitte und Salzkotten. Kilometer um Kilometer rollte das Rad ΓΌber den alten Hellweg β eine historische Route, die schon seit Jahrhunderten Menschen verbindet.
In Paderborn angekommen, gΓΆnnte ich mir kurz vor dem Bahnhof noch eine kleine Mahlzeit. Danach begann die Heimreise: zunΓ€chst mit dem Zug nach Hannover, wo ich mir wΓ€hrend der Wartezeit noch ein Eis gΓΆnnte.
Am Abend des 7. Juli kam ich schlieΓlich wieder zuhause an β mit vielen EindrΓΌcken, Erinnerungen und einem Wochenende, das mir sicher lange im GedΓ€chtnis bleiben wird.
Diese zwei Tage waren fΓΌr mich viel mehr als nur eine Fahrradtour. Es war eine kleine Reise zurΓΌck zu den eigenen Wurzeln als Fan.
Die Fahrt durch Dortmund, die Orte der Vereinsgeschichte, die StadionfΓΌhrung im Signal Iduna Park und der Besuch im Borusseum haben viele Erinnerungen wachgerufen.
Und die lange Radtour ΓΌber den Hellweg nach Paderborn hat dem Ganzen noch eine sportliche Note gegeben.
Ein Wochenende, das fΓΌr mich ganz klar unter einem Motto stand:
Einmal schwarz-gelb β immer schwarz-gelb. π€ππ΄ββοΈβ½


















