Blankenburg (Harz)

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Der „Großvaterfelsen“ (317 m ü. NN) bildet zusammen mit der „Großmutter“ den westlichen Abschluss der Teufelsmauer und liegt am östlichen Ortsrand in Blankenburg. Er ist einer der imposantesten und höchsten Felsklippen der Teufelsmauer und ein Wahrzeichen Blankenburgs. Der Felsen kann mit einigem Geschick über Felsstufen und Eisentreppen bestiegen werden. Auf dem Gipfel mit der Wetterfahne von 1998 bietet sich ein wunderbarer Blick auf Blankenburg und den Barockgarten mit dem Großen und dem Kleinen Schloss. Es wird vermutet, dass der Name „Großvaterfelsen“ schon aus der Zeit der Germanen stammt, welche hier am großen Vater ihrem Gott Wotan gehuldigt haben. Eine besondere Attraktion ist der sogenannte „Löbbeckestieg“, welcher rechterhand des „Großvaterfelsen“ zum „Hamburger Wappen“ HWN 74 nach Timmenrode führt. Dieser Kammweg wurde im Jahr 1853 auf Veranlassung des Blankenburger Bürgermeisters Carl Löbbecke angelegt und bietet aufgrund seiner Lage eine Vielzahl von Aussichtspunkten in das Umland. Der schmale Weg ist zum Teil in den Fels gehauen und erfordert etwas Trittsicherheit. Die Felsrippe der Teufelsmauer tritt zwischen Ballenstedt im Südosten und Blankenburg (Harz) im Nordwesten auf 20 km Länge an drei Stellen zu Tage. Sie beginnt mit den Gegensteinen nordwestlich von Ballenstedt. Ihre Fortsetzung findet sich südlich von Wedderslebens, wo sich auf zwei Kilometer Länge von Südosten nach Nordwesten der Königstein, die Mittelsteine und die Papensteine aneinanderreihen. Nach Nordwesten hin setzt sich der felsige Höhenzug zwischen Timmenrode und Blankenburg mit dem Hamburger Wappen, der Gewittergrotte, dem Froschfelsen, dem Heidelberg (331 m ü. NHN), und dem Großvaterfelsen (317 m ü. NHN) mit der „Großmutter“ fort. Die beste Parkmöglichkeit ist der Gästeparkplatz der Stadt Blankenburg (Harz) oberhalb des „Kleinen Schloss“. Im „Kleinen Schloss“ befindet sich auch das Servicebüro der Harzer Wandernadel. Von dort überqueren Sie die Hasselfelder Straße (B81) und erreichen über die Straße „Großvaterweg“ den „Großvaterfelsen“. Der Stempelkasten steht direkt an dem schmalen Pfad, welcher zum Felsen hinauf führt.

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Die Teufelsmauer ist eine eigentümliche Sandsteinformation mit bizarre Felsklippen im nördlichen Harzvorland. Sie reicht vom Großmutterfelsen am Ortsrand von Blankenburg bis zum Großen Gegenstein bei Ballenstedt. Ihre Gesamtausdehnung beträgt etwa 20 Kilometer. Bei Blankenburg befindet sich nahe des Großvaterfelsens auch die mit 332 Metern über dem Meeresspiegel höchste Erhebung der gesamten Teufelsmauer. Diese teilt sich in drei große überirdische Abschnitte. Der westlichste liegt zwischen Blankenburg und Timmenrode, der mittlere Teil bei Weddersleben und die Gegensteine bilden den östlichen Abschluß. Diese sich aus einer schon relativ ebenen Umgebung bis zu 150 Meter heraushebende Felsformation regte schon frühzeitig die Phantasie der Bewohner des nördlichen Harzvorlandes an. So ist es kein Wunder, daß sich verschiedene Sagen um die markante Felsenkette ranken. Der Sandstein der Teufelsmauer besteht aus Ablagerungen aus der Ära der oberen Kreidezeit vor mehr als 85 Millionen Jahren. Das Eindringen von Kieselsäure machte diese Gesteinsschicht besonders hart und widerstandsfähig. Vor etwa 80 bis 75 Millionen Jahren wurde das Harzmassiv emporgehoben und verdrängte dabei die Ablagerungen früherer Epochen. So verschob sich auch das Gestein der Teufelsmauer nach Norden und gelangte dabei an die Oberfläche. Die weichen Anteile verwitterten im Laufe von weiteren Jahrmillionen. Übrig blieb eine schmale, stellenweise nur wenige Meter dicke Gesteinsschicht aus dem durch Kieselsäure gehärteten Sandstein. Diese sogenannte \“Schichtrippe\“ bezeichnet man heute als \“Teufelsmauer\“. Der Sandstein der Teufelsmauer war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts als Baumaterial sehr gefragt. Zahlreiche Betriebe der Umgebung beschäftigten sich mit dem Abbau und der Verarbeitung des Gesteins. Der weitere Bestand der Teufelsmauer geriet dadurch in ernsthafte Gefahr. Aus diesem Grund stellte der Quedlinburger Landrat am 8. Juli 1852 den Abschnitt bei Weddersleben unter Schutz. Damit ist dieser Teil der Teufelsmauer das älteste Naturschutzgebiet in Deutschland, auch wenn diese Bezeichnung seinerzeit noch nicht verwendet wurde. Die Teufelsmauer und deren unmittelbares Umfeld sind sehr gut durch Wanderwege erschlossen. Zur Bewahrung der Natur ist es wichtig, auch außerhalb des ausgewiesenen Schutzgebietes auf den vorgegebenen Pfaden zu bleiben. Entlang der Teufelsmauer finden Sie mehrere schöne Aussichtspunkte. Besonders sehenswerte Gesteinsformationen sind der Großvaterfelsen, das Hamburger Wappen, der Königsstein bei Weddersleben und der Große Gegenstein. Die erst- und letztgenannte Felsklippe können Sie auf Leitern bzw. Treppen besteigen, um anschließend von oben eine herrliche Rundumsicht zu genießen. Nahe der Bodebrücke an der Straße zwischen Neinstedt und Weddersleben befindet sich ein kleiner Parkplatz. Von diesem aus können Sie in wenigen Minuten zu einer hölzernen Aussichtsplattform am Fuße der Königsstein-Klippen gelangen. Ein sehr schöner Blick auf das Harzvorland präsentiert sich dort dem Auge des Betrachters. Sehr anspruchsvoll und schwierig zu begehen, aber auch besonders attraktiv ist der Löbbeckestieg auf dem Heidelberg genannten Teil der Teufelsmauer bei Blankenburg. Bizarre Felsformationen und malerische Aussichten wechseln sich hier in großer Zahl ab und sorgen dafür, daß auf der rund 1500 Meter langen Strecke keine Langeweile aufkommt. Die Wanderung auf diesem beschwerlichen Pfad in luftiger Höhe wird Ihnen auf Grund der vielfältigen Eindrücke vermutlich lange im Gedächtnis haften bleiben.

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Als \“Gewittergrotte\“ wird diese überhängende Felswand im Teufelsmauergebiet zwischen Blankenburg und Timmenrode bezeichnet. Sie befindet sich nur wenige dutzend Meter von der Schutzhütte im Sautrog entfernt. Unter den mit wabenförmigen Auswaschungen übersäten Sandfsteinfelsen verläuft der Wanderweg in Richtung des Hamburger Wappens. Diese auffällige Oberflächenstruktur hat ihre Ursache in der unterschiedlich starken Witterungsbeständigkeit der einzelnen Gesteinsschichten. Von der Gewittergrotte sind es nur ein paar Schritte bis zum Fuchsbau, einem künstlich geschaffenen kellerartigen Hohlraum.

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Der \“Fuchsbau\“ ist ein künstlicher begehbarer kellerartiger Hohlraum im Gebiet der Teufelsmauer. Er liegt direkt am Wegesrand östlich der Gewittergrotte. Die kleine Höhle wurde im Jahre 1934 als sog. \“Notstandsarbeit\“ von Arbeitslosen als Wanderziel erschaffen. Bei schlechtem Wetter kann der Fuchsbau von Wanderern auch als Unterstand genutzt werden. Sie gelangen durch einen schmalen Zugang in den Fuchsbau. Eine Wendeltreppe führt in die Tiefe, wo sich ein enger Gang anschließt. Die Höhle bietet im Inneren Platz für mehrere Personen. Es gibt dort eine Sitzbank mit gegenüberliegendem Panoramafenster, welches einen wenig spektakulären Blick in den Wald ermöglicht. Die Bezeichnung für den künstlichen Hohlraum wurde der Jägersprache entlehnt. Der Name nimmt Bezug auf die Anlage des Baues von Rotfüchsen mit Zugangstunnel (Röhre) und Wohnraum (Kessel). Lediglich die bei den Wildtieren üblichen Fluchtröhren fehlen bei dem von Menschenhand geschaffenen \“Fuchsbau\“. Dafür besitzen die Baue der Rotfüchse nicht solch ein schönes Fenster im Wohnzimmer…

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Der wohl aufregendste und abwechslungsreichste Weg im gesamten Bereich der Teufelsmauer ist der auch als \“Löbbeckestieg\“ bezeichnete Kammweg bei Blankenburg. Er führt über den \“Heidelberg\“ genannten westlichsten Teil dieser das nördliche Harzvorland durchziehenden Sandsteinformation. Dieser wild-romantische Abschnitt weist zwar mit rund 1,5 Kilometern eine nur relativ geringe Länge auf, doch die von der Natur geschaffenen Attraktionen gehen hier nahtlos ineinander über. Der Kammweg beginnt im Westen am Großvaterfelsen, einem Aussichtsfelsen mit herrlichem Blick auf Blankenburg einschließlich des imposanten Schlosses und der angrenzenden Berge. Das Ende des Löbbeckestieges markiert im Osten der Sautrog, ein natürlicher, rund einen Kilometer vom Hamburger Wappen entfernter sattelähnlicher Einschnitt in das Sandsteinmassiv. Der Weg zwischen den Felsspitzen wurde im Jahre 1853 auf Betreiben des damaligen Blankenburger Bürgermeisters Carl Löbbecke angelegt. Damit machte man diesen beeindruckenden Abschnitt der Teufelsmauer für Besucher aus nah und fern zugänglich. Zu Ehren Herrn Löbbeckes wurde ein markanter Felsen am Wegesrand nach ihm benannt und mit einer gußeisernen Gedenktafel versehen. Beim Löbbeckestieg handelt es sich um eine beschwerliche Strecke mit vielen natürlichen Hindernissen. Den Wanderer erwartet eine Vielzahl eindrucksvoller Felsformationen und pittoresker Aussichten. Daher sollten Sie für die Wanderung auf dem Kammweg ruhig eine Stunde Zeit einplanen. Der Löbbeckestieg ist nicht barrierefrei und nicht für Personen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten geeignet. Die gefährlichsten Wegabschnitte wurden zwar mit Geländern gesichert, dennoch besteht fast auf der gesamten Strecke die Gefahr eines Absturzes. Diese naturgegebenen Umstände erfordern also stets die volle Aufmerksamkeit des Wanderers. Das gilt in besonderem Maße, wenn Sie mit Kindern unterwegs sind. Aus diesen Gründen erfolgt die Benutzung des Weges stets auf eigene Gefahr. Dennoch ist der Löbbeckestieg in der Vergangenheit nicht durch Unfälle aufgefallen. All diese Widrigkeiten sollten Sie nicht von einer Wanderung auf diesem einzigartigen Weg abhalten. Eine solche Fülle an bizarren Felsgebilden, steil aufragenden Klippen und fragil anmutenden Sandsteintürmen finden Sie im Harzgebiet nur an wenigen anderen Stellen. Hinzu kommen nach allen Seiten imposante Aussichten auf Blankenburg, das hügelige nördliche Harzvorland mit seinen Dörfern, Wäldern und Feldern sowie die angrenzenden Harzberge.

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Der Löbbeckefelsen ist ein rund acht Meter hoher Felsen am Kammweg auf der Teufelsmauer bei Blankenburg. Er erhebt sich etwa 100 Meter östlich des Großvaterfelsens und wurde nach dem einstigen Blankenburger Bürgermeister Carl Löbbecke benannt. Dieses Amt hatte er von 1850 bis 1859 inne. Im Jahre 1853 veranlaßte Carl Löbbecke die Anlage des später nach ihm benannten Weges auf dem Kamm der Teufelsmauer. Zu Ehren Carl Löbbeckes wurde an dem senkrecht aufragenden Felsen eine gußeiserne Gedenktafel mit persönlichen Daten und einem Sinnspruch angebracht. Vom Felsen hat man eine schöne Aussicht auf große Teile der Stadt Blankenburg und das sich anschließende nördliche Harzvorland.

\"Stempelstelle

Das \“Hamburger Wappen\“ ist eine markante, sehr eindrucksvolle und weithin sichtbare Felsformation am nördlichen Ortsrand von Timmenrode. Dieses Naturdenkmal aus Sandstein mit den drei unverwechselbaren Felsnadeln gehört zur Teufelsmauer. Der eigentliche Name des Felsgebildes lautet \“Drei Zinnen\“, doch die volkstümliche Bezeichnung \“Hamburger Wappen\“ wird auch offiziell fast ausschließlich verwendet. Direkt an den Felsen befindet sich eine Hinweistafel mit dem Wappen der Freien und Hansestadt Hamburg, welche mit Unterstützung dieser norddeutschen Großstadt erstellt und dort anläßlich der 800-Jahr-Feier des Ortes Timmenrode angebracht wurde. Das Hamburger Wappen erhebt sich rund 90 Meter über das umgebende Gelände. Die Sandsteinfelsen selbst haben dabei eine Höhe von etwa 40 Meter. Es ist möglich, aber nicht ganz ungefährlich, auf die Felsnadeln hinaufzuklettern. Um Schaden von Leib und Leben sowie dem weichen Sandstein abzuwenden, sei hiermit aber davon abgeraten. Wenn Sie eine schöne Aussicht genießen wollen, müssen Sie sich nicht in Gefahr begeben. Der Blick reicht auch von den leicht zugänglichen Felsen am Fuße des Hamburger Wappens weit in das nördliche Harzvorland hinein – so wie Sie es auch auf dem Bild erkennen können. Entlang der Teufelsmauer gibt es in der Nähe noch einige weitere interessante Felsgebilde. Sie können das Hamburger Wappen vom Ort Timmenrode aus in wenigen Minuten erwandern. Am Sportplatz gibt es einen kleinen kostenlosen Parkplatz, welcher sich gut als Ausgangspunkt für die Wanderung eignet. Die Entfernung bis zum Ziel beträgt von dort etwa einen Kilometer.

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Die Ruine Luisenburg (352 m ü. NN) liegt südlich von Blankenburg hinter dem Großen Schloss in Richtung des Sägemühlenteiches auf einem lang gestreckten Sandsteinrücken. Die Luisenburg wurde 1728 als Aussichtsschlösschen für Herzogin Christine Luise errichtet und nach ihr benannt. Es war ein eingeschossiger Fachwerkbau mit einem achteckigen Saal, umgeben von 8 kleinen Zimmern. Wegen Baufälligkeit wurde das Gebäude 1945 abgetragen. Reste der Mauern und Treppen lassen jedoch noch sein Aussehen erahnen. Auf der Luisenburg steht ein Aussichtspavillon, an welchem auch der Stempelkasten befestigt ist. Von dort hat man einen hervorragenden Blick auf den Blankenburger Ortsteil Cattenstedt. Der beste Ausgangspunkt sind die Gästeparkplätze am „Kleinen Schloss“. Von dort geht man den Mittelweg durch den Schlosspark stetig ansteigend Richtung „Großes Schloss“ und folgt ab den ehemaligen Pferdeställen den beschilderten Wanderwegen. Auf dem Rückweg kann man das „Große Schloss“ besuchen und dann von der Aussichts-plattform den Weg bergab zum Gasthaus „Obere Mühle“ nehmen. Am Gasthaus ist der Stempelkasten „Barocke Gärten“ HWN 78 befestigt. Durch die Barocken Gärten gelangt man zurück zum Parkplatz.

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Die Bielsteinklippe ist eine kleine Felsklippe mit Aussichtspunkt am Südosthang des Bielsteins bei Blankenburg. Von der Plattform aus haben Sie einen guten Ausblick in ein kleines bewaldetes Tal und auf den gegenüberliegenden, ebenfalls dicht mit Bäumen bestandenen Astberg. Nahe des Felssporns zweigt vom Bielsteinweg ein schmaler Pfad ab. Die Beschilderung macht den Wanderer auf die Klippe aufmerksam, so daß sie kaum zu verfehlen ist. Von der Bergseite aus gelangen Sie über einige wenige Treppenstufen auf die gemauerte Aussichtsplattform. Der Name der Felsklippe erinnert an den heidnischen Waldgott Biel, welcher einst von den hier ansässigen Sachsen verehrt wurde. Seine Heiligtümer standen meist auf Bergen. Daher ist es nicht ausgeschlossen, daß die Harzer Ureinwohner den exponierten Standort der Bielsteinklippe in prähistorischer oder frühgeschichtlicher Zeit für kultische Handlungen nutzten. Sie können die Bielsteinklippe gut vom Ziegenkopf aus erwandern. Die Entfernung beträgt ungefähr 1,5 Kilometer. Weitere mögliche Ausgangspunkte sind das Albert-Schneider-Denkmal sowie die Orte Hüttenrode und Blankenburg.

\"Stempelstelle

Die „Otto-Ebert-Brücke“ liegt am Herzogsweg und befindet sich nahe der B 27 zwischen Blankenburg und Hüttenrode. Die Rübelandbahn, die zum Zeitpunkt ihrer Erbauung die steilste Adhäsionsbahn der Welt war, wurde zwischen 1960 und 1965 elektrifiziert, damit die großen Kalkmengen Rübeländer Kalkwerk abtransportiert werden konnten. Durch den Bau der neuen Trasse wurde allerdings der Verlauf des Herzogweges zerschnitten, so dass die Wanderer teilweise auf eigene Gefahr die Gleise überquerten. Bauleiter bei der damaligen Umgestaltung der Trasse war der Oberingenieur Otto Ebert, selbst Harz- und Wanderfreund. Der Harzklub und die Stadt Blankenburg (Harz), versuchten nach 1990 Fördermittel für den Bau einer Brücke über die Rübelandbahn zu generieren und somit den Herzogsweg in voller Länge wieder begehbar zu machen. Der Oberingenieur Otto Ebert prüfte gemeinsam mit der Stadt Blankenburg (Harz) die Fördermöglichkeiten und wünschte sich zu seinem 70. Geburtstag von seinen geladenen Gästen statt Geschenken, eine Spende für die Brücke am Herzogsweg. Der Eigenanteil für die beantragten Fördermittel kam auf diese Weise zusammen und die Brücke wurde nach Otto Ebert benannt. Als Ausgangspunkt bietet sich der kleine Parkplatz an der B 27 Richtung Gasthaus Ziegenkopf an oder wenn Sie im Gasthaus Ziegenkopf einkehren, die Parkplätze direkt vor dem Gasthaus.

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Das Große Schloß erhebt sich auf dem Kalksteinberg \“Blankenstein\“ südlich der Altstadt von Blankenburg. Es überragt das Stadtzentrum um rund 40 Meter und ist eines der Wahrzeichen dieser einstmals bedeutenden Kreis- und Residenzstadt. Das erste Schloß wurde in den 20er Jahren des 12. Jahrhunderts auf diesem nördlichen Ausläufer der Harzberge auf Veranlassung von Lothar von Supplingenburg als mittelalterliche Wehranlage erbaut. Es war zunächst Herrschaftssitz der Blankenburger und später der Regensteiner Grafen. Im Verlauf seiner Geschichte erfuhr das Bauwerk mehrere bedeutende Um- und Neubauten. Eine erste Umgestaltung der Burg erfolgte bereits am Ende des 12. Jahrhunderts mit einer deutlichen Erweiterung der befestigten Anlage. Im 16. Jahrhundert wurde die Festung zum Renaissanceschloß umgebaut. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erhielt das Große Schloß schließlich seine noch heute sichtbare Gestalt als Meisterwerk des Barock. Zahlreiche Legenden ranken sich um das markante Bauwerk. Sie handeln u.a. von Kämpfen, Plünderungen, Verrat und Katastrophen. Vermutlich war das Große Schloß im Jahre 1688 auch Austragungsort des ersten Lebendschachturniers der Ströbecker Bauern. Diese sollen hier auf Einladung des Herzogs aufgetreten sein. Das Große Schloß war auch Geburts- und Wohnort vieler bedeutender Persönlichkeiten des europäischen Hochadels. Bis zum Jahre 1945 befand sich der Gebäudekomplex im Besitz des Herzogs von Braunschweig. In der Zeit der DDR nutzte man das Bauwerk als Ausbildungsstätte und Wohnheim. Ab dem Jahre 1992 stand das Große Schloß für mehr als ein Jahrzehnt völlig leer und begann zu verfallen. Hinzu kamen diverse Schäden durch Vandalismus. Seit dem Jahre 2004 erfolgten erste Sicherungs- und Sanierungsarbeiten. Heute sind Innen- und Burghof frei zugänglich, ebenso wie die Schloßkapelle und bestimmte weitere ausgewählte Innenräume. Diese werden u.a. als Café, für Ausstellungen sowie Theatervorführungen genutzt. Einige andere Teile des Großen Schlosses können Sie außerdem im Rahmen einer Führung besichtigen.

\"Stempelstelle

Das Ensemble der „Barocken Gärten Blankenburg“ beginnt hinter dem kleinen Schloss und gehört zu dem Netzwerk „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen Anhalt“. Der kleine Lustgarten mit den Sandsteinfiguren, den Brunnen, Blumenrabatten und gepflegten Hecken wurde 1718 eingeweiht und ist heute ein beliebter Ort für Trauungen. Geht man am Ende des Gartens durch die Tür in der Stadtmauer, gelangt man in den Terassengarten mit Aussichts- und Prinzessinnenturm sowie dem Teehaus. Am Ende des Gartens befindet sich das Gasthaus „Obere Mühle“, die ehemals höchst gelegene Mühle der Stadt. Am Eingang des Gasthauses befindet sich der Stempelkasten HWN 78 „Barocke Gärten“. Von hier aus lohnt sich der Aufstieg zum Großen Schloss und die Fortsetzung der Wanderung vorbei an den ehemaligen Ställen auf den beschilderten Wegen zur „Ruine Luisenburg“ HWN 77.

\"Berggarten\"

Der Berggarten ist eine romantische und farbenfrohe Gartenanlage am Hang des Blankensteins südlich der historischen Altstadt von Blankenburg. Er liegt direkt an einem gut erhaltenen Abschnitt der mittelalterlichen Stadtmauer zwischen dem Großen und dem Kleinen Schloß. Im 18. Jahrhundert wurde der Berggarten terrassenförmig angelegt und u.a. mit einer großen Freitreppe und zwei Brunnen versehen. Eine Erweiterung erfuhr die Anlage im Verlauf des 19. Jahrhunderts. Sein heutiges Antlitz erhielt der Berggarten in der Zeit um das Jahr 1900. Im Bereich des Berggartens befinden sich zwei sanierte Wehrtürme der einstigen Stadtverteidigungsanlagen. Einer dieser Türme ist heute als Aussichtsturm nutzbar. Der andere Turm diente im frühen 18. Jahrhundert den Töchtern des Herzogs Ludwig Rudolph als Spielturm. Er trägt seither den Namen \“Prinzessinnenturm\“ und wurde um die Jahrtausendwende zur Ferienwohnung ausgebaut. Ein weiteres malerisches Bauwerk auf dem Gelände des Berggartens ist das Teehäuschen. Es befindet sich im oberen Bereich nahe der Stadtmauer. Das Teehäuschen wurde im Zeitraum von 1997 bis 2001 ebenso wie andere Bestandteile der Gartenanlage umfangreich saniert. Am Rande des Berggartens befindet sich darüber hinaus die \“Obere Mühle\“. Dieses älteste Mühlengebäude der Stadt Blankenburg wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut. In unseren Tagen finden Sie in diesen historischen Räumen sowie in der warmen Jahreszeit außerdem auf der angrenzenden Terrasse ein Café und Restaurant. Die recht kleine, dafür aber wunderschöne Anlage des Berggartens stellt einen beinahe idealen Ort zur Erholung und Entspannung dar. Von hier können Sie eine herrliche Aussicht zur Teufelsmauer mit dem Großvaterfelsen, auf große Teile der einstigen Kreis- und Residenzstadt Blankenburg sowie auf das sich anschließende nördliche Harzvorland genießen.

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Südöstlich der Blankenburger Altstadt befindet sich direkt neben den Resten der Stadtmauer das Kleine Schloß. Es wurde um das Jahr 1725 als Orangerie und Gartenhaus in Fachwerkbauweise errichtet. In den folgenden Jahrzehnten erfuhr das Gebäude zahlreiche Um- und Anbauten sowie eine Änderung seiner Nutzung. Es diente nun hauptsächlich als Wohnhaus für höhere Beamte. Seine repräsentative Sandsteinfassade erhielt das Bauwerk in den 1760er Jahren und damit den noch heute ersichtlichen Schloßcharakter. Seit dieser Zeit wird der Bau daher auch als das \“Kleine Schloß\“ bezeichnet. Neben Beamten wohnte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeitweilig auch die Familie des Herzogs von Braunschweig im Kleinen Schloß. In unseren Tagen beherbergt es u.a. ein Museum zur Geschichte der Stadt Blankenburg und der herzoglichen Residenz, der entsprechenden Schlösser und Gartenanlagen sowie zum Bergbau und der Erzverhüttung. Westlich des Kleinen Schlosses schließt sich ein terassenförmig im Stil des Barock angelegter Garten mit Wasserbecken, Figuren aus Sandstein, gepflegten Grünanlagen und zahlreichen Parkbänken an. Dieser Garten ist mit dem angrenzenden Fasanengarten sowie dem Schloßpark und dem Berggarten verbunden. Der barocke Terassengarten am Kleinen Schloß stellt zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ziel für Bewohner und Gäste der Stadt Blankenburg dar.

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