Brocken
Der weithin sichtbare Brocken ist nicht nur ein exponierter Berggipfel, sondern die höchste Erhebung im Harz. Mit 1141 Metern ĂŒber dem Meeresspiegel liegt der Brockengipfel bereits oberhalb der Baumgrenze. Das gesamte Gebiet rund um den Brocken wurde im Jahre 1990 noch von der Regierung der DDR zum Nationalpark erklĂ€rt. Mit beinahe zwei Millionen Besuchern im Jahr ist der sagenumwobene Brocken das beliebteste Ausflugsziel im Harz. Bereits in vergangenen Jahrhunderten lieĂen sich viele berĂŒhmte Persönlichkeiten eine Besteigung dieses höchsten Harzgipfels nicht entgehen. Einige von ihnen werden noch heute an ihrem einstigen Wanderziel auf Gedenksteinen verehrt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um auf den Gipfel des Brockens zu gelangen. Sie haben grundsĂ€tzlich die Wahl zwischen einer Fahrt mit der Brockenbahn oder dem recht anspruchsvollen Aufstieg zu FuĂ. Beide Varianten haben ihren ganz besonderen Reiz und viele gute GrĂŒnde, welche jeweils fĂŒr sie sprechen. Je nach Ihrer persönlichen Situation werden Sie entweder eine Möglichkeit bevorzugen oder vielleicht sogar beide ausprobieren. Wer möchte, kann aber auch mit dem Fahrrad, einer Pferdekutsche oder einem Segway-Roller zum höchsten Punkt dieses Granitmassivs hinauffahren. Besucher können sich nach der Ankunft auf dem Brockengipfel in diversen Restaurants stĂ€rken. Um den Gipfel fĂŒhrt ein rund 1,5 Kilometer langer Panoramaweg herum. Dieser Weg folgt dem Verlauf der einstigen Brockenmauer und berĂŒhrt u.a. solch interessante Punkte wie Teufelskanzel und Hexenaltar. DarĂŒber hinaus bietet der Panoramaweg spektakulĂ€re Aussichten auf groĂe Teile des Harzgebietes und des nördlichen Harzvorlandes. Auf dem Brockengipfel finden Sie auĂerdem den im Jahre 1890 gegrĂŒndeten Brockengarten, ein sehenswertes Museum zur Geschichte des höchsten Harzberges, ein Hotel mit wettergeschĂŒtzter Aussichtsplattform sowie einige AndenkenlĂ€den. Der Brocken hat sein eigenes Klima, welches sich deutlich von dem des ĂŒbrigen Gebirges oder gar des Harzvorlandes unterscheidet. Im Winterhalbjahr ist der Gipfel fast durchgĂ€ngig mit Schnee bedeckt und die Temperaturen steigen im Juli im Durchschnitt auf lediglich etwa 10 Grad Celsius an. Zudem gilt der Berg als einer der windigsten Orte Europas. All dies sollten Sie bei einem Besuch des Brockens in Form von wetterfester Kleidung und festem Schuhwerk berĂŒcksichtigen. Es kann passieren, daĂ der gesamte Berg wĂ€hrend Ihres Aufenthalts in dichten Nebel eingehĂŒllt ist. Das ist auf dem Brocken mit seinen mehr als 300 Nebeltagen im Jahr nichts Ungewöhnliches. Vielleicht werden Sie aber in einem solchen Fall durch die Sichtung des Brockengespenstes entschĂ€digt. All die genannten möglichen Widrigkeiten sollten Sie aber nicht davon abhalten, den höchsten Gipfel Norddeutschlands zu erklimmen, denn zu einem Urlaub im Harz gehört ein Besuch auf dem Brocken auf jeden Fall dazu.

Das Eckerloch (845 m ĂŒ. NN) ist eine Talmulde in Schierke. Der Wanderweg durch das Eckerloch zĂ€hlt zu den schönsten Wanderwegen im Harz. Die Geschichte der Eckerlochschanze beginnt Anfang der 20er Jahre, als die Schierker die SĂŒdhangschanze am Erdbeerkopf aufgaben und einen Platz fĂŒr eine neue schneesichere Schanze suchten. Das Eckerloch wurde ihnen 1923 von der FĂŒrstlichen Stolberg Wernigerödischen Kammer zum Bau einer Sprungschanze ĂŒberlassen, und diese gehörte in den Jahren danach zu den renommierten Skischanzen im Harz. 1950 fand dort die erste DDR-Meisterschaft im Skispringen statt, nachdem sie 1949 neu aufgebaut wurde. Gleichzeitig erfolgte die Namensweihe zur âSchanze der Einheitâ. Die damalige politische Entwicklung in Deutschland lieĂ mit fortschreitender Zeit leider keine Einheit zu und mit der Errichtung der Berliner Mauer 1961 und der zwangslĂ€ufigen Teilung Deutschlands war ihr Schicksal besiegelt. Auf Grund der Lage im unmittelbaren Grenzsperrbezirk der DDR durfte sie nicht mehr benutzt werden, verfiel im Laufe der Zeit und wurde schlieĂlich in den 70er Jahren abgerissen. Von Schierke aus folgt man zunĂ€chst der BrockenstraĂe, bis der Eckerlochstieg am einen kleinen Wasserwerk nach rechts abzweigt. Ab dem Rastplatz im Eckerloch bei dem sich der Stempelkasten in der SchutzhĂŒtte befindet wird der Weg deutlich steiler und steiniger.

Der Brocken ist mit 1.141 m ĂŒ.NN der höchste Harzgipfel und liegt in der Gemarkung von Schierke in der Kernzone des Nationalpark Harz. Geografisch liegt er an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und war von 1961 bis 1989 Sperrgebiet. Klimatisch sorgt seine vorgehobene Position im Norden Deutschlands fĂŒr raue Winde und kalte Temperaturen, vergleichbar mit den Bergen Islands. Im Brockenhaus findet man eine erlebnisreiche Ausstellung zur Geschichte und Natur dieses faszinierenden Berges. Die Geschichte des Brockengartens ist ebenso interessant wie seine Pflanzen auĂergewöhnlich. Der botanische Garten auf der waldfreien Kuppe des Brockens besteht seit 1890 und beherbergt heute rund 1500 Pflanzenarten aus allen Hochgebirgen der Erde. Er schĂŒtzt und bewahrt vom Aussterben bedrohte und sehr seltene Pflanzen und zeigt zugleich seinen GĂ€sten aus aller Welt, was ganz oben wĂ€chst und blĂŒht. Inmitten von Granitblöcken wachsen auf der Brockenkuppe Pflanzen des hohen Nordens. Ein Rundwanderweg (1,6 km) fĂŒhrt um die Kuppe â dort entlang, wo einst die Brockenmauer stand. Nehmen Sie sich Zeit fĂŒr den Brockenrundweg mit Teufelskanzel und Hexenaltar. Diese beiden Granitklippen auf dem Brockengipfel beeindruckten schon Goethe. An dieser Stelle treffen sich die Hexen und Teufel in der Walpurgisnacht. Seit Juli 1992 können die FahrgĂ€ste der Brockenbahn wieder den höchsten Gipfel Norddeutschlands mit rund 700 PS starken Dampfrössern erklimmen. Ihr steilstes StreckenstĂŒck zum Brocken bewĂ€ltigt die Bahn in ca. 50 Minuten ab dem Bahnhof Drei-Annen-Hohne.

Auf dem Weg zum Brocken, an einer Schautafel befestigt, findet man den StempelkastenâGelber Brinkâ (888 m ĂŒ. NN). Rechts davon stĂŒrzt die verdeckte Ilse hinab ins Tal. Man hört das FlĂŒsschen rauschen und auch das Flussbett ist zu erkennen, der Wasserlauf aber versteckt sich unter riesigen Granitfelsen. Der kleine Rastplatz verfĂŒhrt zu einer kleinen Pause. Der eiserne Wegweiser zeigt verschiedene Wegrichtungen. Zum Brocken sind es nur noch 4 km. In der NĂ€he der Stempelstelle zweigt von der BrockenstraĂe der Urwaldstieg ab, welcher auf ca. 200 m LĂ€nge direkt durch die Kernzone des Nationalparks fĂŒhrt. Auf Tafeln entlang dieses Stieges kann man Gedichte des Blankenburger Schriftstellers Bernd Wolff lesen.

Der Ahrensklint (822 m ĂŒ. NN) befindet sich oberhalb von Schierke am GlashĂŒttenweg. Von der Klippe hat man einen eindrucksvollen Rundumblick zum Brocken, dem Wurmberg, den Leistenklippen und auf Oberschierke. Der Ahrentsklint war unter der Bezeichnung âArneklintâ (Adlerfels) die Ă€lteste Bezeichnung eines Forstortes im Schierker Gebiet. Er gehörte vor dem Jahr 1411 der Wernigeröder BĂŒrger-gemeinde. Am 28.01.1411 erwarb ihn der Graf zu Stolberg Wernigerode um sein Wald- und Jagdgebiet zu erweitern. Von da an zĂ€hlte der Ahrenstklint zum grĂ€flichen Forst und wurde Schauplatz reprĂ€sentativer Gesellschaftsjagden der feudalen Harzgrafen. Als Ausgangspunkt einer Wanderung zum Ahrensklint ĂŒber den Trudenstein HWN 17 eignet sich Schierke oder Drei Annen Hohne.






