Drei Annen Hohne

 

Zwischen Schierke und Drei Annen Hohne liegt direkt am Glashüttenweg der 671 Meter hohe Trudenstein. Dieser Granitfelsen kann seit dem Jahre 1894 über eine recht steile stählerne Leiter erklommen werden. Seinen Namen erhielt der Trudenstein, weil ein Teil der Felsklippe eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Trude haben soll. Als Trude (von \“Druide\“) bezeichneten die Kelten Frauen, welche die Naturmächte beschwören und lenken sowie in die Zukunft sehen konnten. Vom Gipfel des oberhalb eines Granitsteinbruchs gelegenen Trudensteins können Sie große Teile des Ost- und Südharzes überblicken. Bei gutem Wetter sind z.B. Schierke, der Wurmberg sowie der etwa 15 Kilometer entfernte Stöberhai zu sehen. Der Trudenstein ist eine Station auf dem Harzer Hexenstieg. Daher läßt sich diese Granitklippe recht leicht erwandern und der Weg dorthin ist gut ausgeschildert.

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Der Ahrentsklint (822 m ü. NN) befindet sich oberhalb von Schierke am Glashüttenweg. Von der Klippe hat man einen eindrucksvollen Rundumblick zum Brocken, dem Wurmberg, den Leistenklippen und auf Oberschierke. Der Ahrentsklint war unter der Bezeichnung „Arneklint“ (Adlerfels) die älteste Bezeichnung eines Forstortes im Schierker Gebiet. Er gehörte vor dem Jahr 1411 der Wernigeröder Bürgergemeinde. Am 28.01.1411 erwarb ihn der Graf zu Stolberg Wernigerode um sein Wald- und Jagdgebiet zu erweitern. Von da an zählte der Ahrenstklint zum gräflichen Forst und wurde Schauplatz repräsentativer Gesellschaftsjagden der feudalen Harzgrafen. Als Ausgangspunkt einer Wanderung zum Ahrensklint über den Trudenstein HWN 17 eignet sich Schierke oder Drei Annen Hohne.

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Zu den bekanntesten Granitklippen auf den Gebiet des Nationalparks Harz gehört die Leistenklippe. Dieser Aussichtsfelsen befindet sich rund drei Kilometer nordöstlich von Schierke und ist mit 901 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung des Hohnekamms. Die Leistenklippe wurde wegen der guten Aussicht schon frühzeitig vom Harzklub für Wanderer erschlossen. Seit dem Jahre 1898 ist diese Felsklippe über eine stählerne Leiter begehbar. Von oben bietet sich dem Auge ein schöner Rundumblick über die Berge, Klippen und Wälder des Hochharzes bis hin zum Brocken. Die markante Felsformation weist die für Granit typische Wollsackverwitterung auf. Der Aussichtsfelsen läßt sich von verschiedenen Ausgangspunkten gut erreichen. Am Fuße der Leistenklippe befindet sich eine Kreuzung zweier großer Wanderwege. Gute Startpunkte für eine Wanderung zu dieser Granitklippe sind die beiden Orte Schierke und Drei Annen Hohne.

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Das Natur-Erlebniszentrum „HohneHof“ liegt ca. 1 km vom Bahnhof Drei Annen Hohne entfernt oberhalb der großen Waldwiesen am Rande des Nationalparks. Schon im 17. Jahrhundert wurden die zahlreichen Lichtungen und Waldwiesen des Hohnegebiets als Weide genutzt ließ Graf Heinrich Ernst zu Stolberg im Jahr 1668 für seine Hirten eine einfache Unterkunft errichten. Im September 1805 besuchte Freiherr Joseph von Eichendorff auf einer Wanderung den „gräflich stolbergischen Meyerhof“, der zu dieser Zeit als ein Ruhepunkt für Brockenpilger galt. Die erste Forstdienststelle wurde Mitte des 19. Jahrhunderts eingerichtet und blieb bis 2004 Sitz der Revierförsterei Hohne. Nach der Übertragung an den Nationalpark Harz konnte der Umbau zum Natur-Erlebniszentrum HohneHof beginnen, welches im Jahr 2011 offiziell eröffnet wurde. Der HohneHof versteht sich als Bindeglied und Vermittler zwischen Kulturlandschaft und Wildnis. Hier werden Brücken geschlagen zwischen Gegensätzlichem – zwischen Sagen, Mythen, historischen Lebens- und Nutzungsformen einerseits und Naturdynamik, Artenvielfalt und Wildnis andererseits. Die Nationalpark-Ranger informieren über die Besonderheiten des Nationalparks und bieten auch märchenhafte Wanderungen durch die „sagenumwobene Bergwildnis“ an. Besonderer Beliebtheit bei dem „Jüngsten“ erfreut sich der Löwenzahn-Entdeckerpfad in unmittelbarer Nähe zum HohneHof. Auf diesem Mitmachpfad kann man allein oder in Begleitung unserer Ranger in acht Stationen die Natur erkunden. Unser Besucher-Café bietet Ihnen eine kleine Auswahl an Speisen und Getränken und lädt in gemütlicher Atmosphäre zum Entspannen und Erfrischen ein, während die Kinder im weitläufigen Gelände auf Abenteuertour gehen. Rund um den HohneHof locken viele beliebte Wanderziele. Je nach Kondition kann man größere oder kleinere Rundkurse wählen, z.B. die Leistenklippe HWN 15 oder den Ottofelsen HWN 27. Vom Wanderparkplatz in Drei Anne Hohne folgt man auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Kastanienallee bis zum HohneHof.

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