Kette gerissen

\"2017-04-29_036\"

Der 15 m hohe Aussichtsturm auf der Kuckholzklippe befindet sich zwischen Lerbach und Buntenbock. Der Name wurde scheinbar etwas ungenau von einem Seitental unterhalb der Klippe abgeleitet, welches die Bezeichnung „Kuhkolk“, also Wasserloch für Kühe, trägt. Der Aussichtsturm wurde im Auftrag der Harzklub-Zweigvereine aus Buntenbock, Clausthal, Lerbach und Osterode vom Königlichen Hüttenamt Lerbach für 2.625 Reichsmark aus Stahlfachwerk erbaut, am 1. August 1897 eingeweiht und in 1992 durch den Harzklub saniert. In 1994 wurde der Turm, welcher über 75 Stufen zu erreichen ist zum Baudenkmal erklärt. Von der Aussichtplattform hat man einen schönen Ausblick zum Brocken, zum Bergkamm     „Auf dem Acker“, nach Buntenbock, nach Lerbach sowie in das Harzvorland. Von Buntenbock aus erreicht man den Turm vom Wanderparkplatz „An der Trift“ und setzt die Wanderung zum Braunseck HWN 138 fort. Von Lerbach aus führt der „Eisenstein Lehrpfad“ über die „Concordia Klippe“ und „Claras Höhe“ auf die Kuckholzklippe.

\"Stempelstelle

In der Nähe des Prinzenteiches zwischen Buntenbock und Osterode liegt die Lasfelder Tränke (562 m ü. NN), ein kleiner Rastplatz an einem Wegekreuz. Früher befand sich an dieser Stelle eine Quelle, an welcher die Zugtiere getränkt wurden, nachdem die Gespanne den ersten Anstieg von Osterode Richtung Clausthal-Zellerfeld bewältigt hatten. Nahe der Lasfelder Tränke wurde bereits nachweislich vor 1.000 Jahren Buntmetall geschmolzen. Der frühere Bundespräsident Karl Carstens verewigte sich in 1980 an dieser Stelle mit einem Fußabdruck, welcher heute einen Gedenkstein ziert. Carstens hatte eine Vorliebe für das Wandern, deshalb war er in seiner Amtszeit auch als „Wanderpräsident“ bekannt. Es empfiehlt sich, die Wanderung am Parkplatz „Prinzenteich“ zu beginnen und zur Kaysereiche HWN 131 fortzusetzen.

\"Stempelstelle

Die Kaysereiche befindet sich zwischen Bad Grund und Buntenbock. Die Eiche wurde nach Oberförster Kayser, der von 1862 bis 1882 Leiter des Forstamts Grund war, benannt. Kayser hat durch das Anlegen von Wanderwegen den 1855 gegründeten Kurort Bad Grund wesentlich unterstützt. Die ihm zu Ehren hier gepflanzte Eiche ist erst nach mehrmaligen Versuchen in dieser Höhe von 570 m über NN angewachsen. Irgendwann wurde sie, wahrscheinlich in den Nachkriegsjahren, gefällt. Eine neu gepflanzte Eiche befindet sich neben der Köte des Rastplatzes, wo sich auch der Stempelkasten befindet. Der beste Ausgangspunkt für eine Wanderung zur Kaysereiche ist der Parkplatz Taternplatz an der B 242 oberhalb von Bad Grund. Man folgt vom Parkplatz aus den Forstweg über den Gewitterplatz zur Kaysereiche und kann die Wanderung zur Lasfelder Tränke HWN 141 fortsetzen.

\"Die

Im Zentrum der ehemals freien Bergstadt Clausthal steht mitten auf dem historischen Marktplatz die monumentale Marktkirche \“Zum Heiligen Geist\“. Dieses imposante Gotteshaus ist nicht nur die größte Holzkirche in Deutschland, sondern auch eine der größten Kirchen dieser Bauart weltweit. Das Gesamtbauwerk mißt etwa 57 Meter in der Länge und ca. 26 Meter in der Breite. Der mit dem Kirchengebäude verbundene Glockenturm weist ein Höhe von ungefähr 30 Metern auf. Die Marktkirche \“Zum Heiligen Geist\“ drückt dem Stadtbild von Clausthal-Zellerfeld einen unverwechselbaren Stempel auf und zählt zu den größten Sehenswürdigkeiten dieser an Attraktionen ohnehin sehr reichen Stadt. Das Gotteshaus stellt darüber hinaus eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Barock in Norddeutschland dar. Das eindrucksvolle Gebäude wurde während des 30jährigen Krieges in den Jahren von 1637 bis 1642 erbaut. Die Errichtung der Kirche war notwendig geworden, nachdem ein aus dem Jahre 1610 stammender ebenfalls hölzerner Vorgängerbau an gleicher Stelle am 20. September 1634 einem verheerenden Stadtbrand zum Opfer fiel. Die Glocken der Marktkirche dienten neben religiösen Zwecken auch als Signal- und Taktgeber für den Bergbau. Daher wurde schon bald nach dem Großbrand ein neuer Glockenturm von der zahlungskräftigen örtlichen Bergbehörde finanziert. Das markante Turmbauwerk konnte nach wenigen Monaten Bauzeit bereits im September des Jahres 1637 fertiggestellt werden. Die Grundsteinlegung für das Kirchenschiff datiert im September 1639. Das Richtfest konnte im Oktober 1640 gefeiert werden und die Einweihung der Kirche erfolgte am Pfingstsonntag des Jahres 1642. Daher rührt auch der Name \“Zum Heiligen Geist\“ für das markante Gotteshaus. Das ursprüngliche Bauwerk war etwa 45 Meter lang und 22 Meter breit und verfügte im Inneren über rund 1000 Sitzplätze. Doch schon bald nach dem Ende des 30jährigen Krieges war es für die zwischenzeitlich deutlich gewachsene Gemeinde zu klein geworden. Von 1689 bis 1691 erfolgte deshalb ein erster größerer Umbau mit erheblicher Erweiterung des Gebäudes. An der Ostseite wurde es um 12 Meter verlängert und die Seitenwände um mehrere Meter nach außen versetzt. Der Innenraum bot nun genug Platz für 2200 Personen. Auch in den folgenden Jahrhunderten fanden an der Holzkirche immer wieder weitere kleinere und größere Umbauten und Modernisierungsarbeiten statt. Der Oberharz ist bekannt für seine rauhe Witterung. Unübersehbar nagte daher der Zahn der Zeit auch an der imposanten Holzkonstruktion. Um die Jahrtausendwende galt das Gotteshaus als einsturzgefährdet. Es gab gravierende Schäden vor allem an den Grundbalken, dem Dach und dem Glockenturm. Eine umfangreiche Sanierung wurde notwendig, welche im Jahre 2001 begann. U.a. wurde im Rahmen dieser Arbeiten im Jahre 2007 der Glockenturm vollständig abgetragen und im Folgejahr wieder neu aufgebaut. Anschließend erhielt die Clausthaler Marktkirche ein in wesentlichen Teilen erneuertes Dach sowie einen neuen Außenanstrich. Der Innenraum erfuhr ebenfalls eine erhebliche Umgestaltung, wobei man u.a. das nicht mehr zeitgemäße Sitzplatzangebot auf etwa 1200 Plätze verringerte. Eine weitere deutliche Veränderung betraf das Umfeld der Kirche. Das Antlitz des Marktplatzes verwandelte sich im Zuge der Sanierungsarbeiten grundlegend. Die bisherige, von einer üppigen Vegetation geprägte Grünanlage rund um das Gotteshaus wich dabei einer großen gepflasterten Freifläche. Das alt-ehrwürdige Bauwerk kommt nun durch die neue Gestaltung dieses zentralen Platzes wesentlich besser zur Geltung.

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