Harzer-Hexen-Stieg

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Der Aussichtspunkt  Barenberg (696 m ü. NN) liegt 150 Höhenmeter oberhalb des Elendstales und bietet einen schönen Blick über Schierke, den Erdbeerkopf und den Hohnekamm mit seinen Klippen. Der kürzeste Zugangsweg beginnt am Ortsrand von Elend und führt steil hinauf auf einen Aussichtspunkt, von dem aus man das Elendstal überblicken kann. Vom Aussichtspunkt geht es weiter zum Gipfel des Barenberges. Empfehlenswert ist es den Abstieg über die Schnarcherklippen HWN 14 vorzunehmen und durch das Elendstal zurück zu wandern.

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Die Schnarcherklippen sind ein eindrucksvolles Naturdenkmal südlich von Schierke. Hoch über dem Elendstal erheben sie sich bis zu 671 Meter über den Meeresspiegel. Die beiden etwa 20 Meter voneinander entfernt stehenden und etwa 25 Meter hohen Felsentürme gehören zum Brockengranitstock. Einer der Felsen ist nur durch Bergsteiger zu erklimmen, auf den anderen führen steile Eisenleitern hinauf. Von dort oben haben Sie eine herrliche Aussicht auf die gesamte Umgebung. Sehr gut zu sehen sind u.a. der beliebte Urlauberort Schierke und das Brockenmassiv.
Sie erreichen die Schnarcherklippen am besten von Schierke aus oder nehmen den Wanderweg von Elend durch das malerische Naturschutzgebiet Elendstal. An den Schnarcherklippen ist sehr deutlich die für Granit typische \“Wollsackverwitterung\“ zu erkennen. Diese Verwitterungsform brachte aus einst scharfkantigen quaderförmigen Gesteinsbrocken abgerundete Formen ähnlich eines Ellipsoids hervor.
Bei Wind aus südöstlicher Richtung erzeugen die Klippen eigenartige Geräusche, welche bei der Namensgebung Pate standen. Eine weitere Besonderheit der Schnarcherklippen ist die Ablenkung der Kompaßnadel aus ihrer Nordrichtung. Die Ursache hierfür liegt in der Anreicherung der Felsen mit Eisenerz (Magnetit). Durch Blitzeinschläge erfolgte eine Magnetisierung und Polarisierung des Gesteins der Klippen. Johann Wolfgang von Goethe besuchte auf seiner dritten Harzreise im September 1784 auch die Schnarcherklippen. Durch ihn fanden die beiden imposanten Granitfelsen Einzug in die klassische Weltliteratur, denn im \“Faust\“ setzte ihnen der Dichterfürst folgendes unsterbliches Denkmal:

      • \“Seh die Bäume hinter Bäumen,

wie sie schnell vorüberrücken, und die Klippen, die sich bücken, und die langen Felsennasen, wie sie schnarchen, wie sie blasen!\“

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