HSB Dampf

\"Bahnhof \"Stempelstelle

Der Dreiherrenstein (552 m ü. NN) befindet sich zwischen Neustadt und Breitenstein in der Nähe der alten Heerstraße. Bei den Drei-Herren-Steinen handelt es sich um Wappengrenzsteine aus dem Jahr 1735, welche die Territorien des Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg, des Kurfürsten von Sachsen und des Herzogs von Braunschweig-Wolfenbüttel gegeneinander abgrenzten. Ungeklärt ist allerdings warum die Steine gerade an diesem Standort stehen, denn das eigentliche Dreiländereck befindet sich ca. 500 m entfernt. Ein guter Ausgangspunkt ist der Parkplatz vor der Waldgaststätte Hufhaus, von dem man zunächst auf der Alten Heerstraße und dann auf einem beschilderten Wanderweg zur Stempelstelle gelangt.

Der Poppenberg mit dem 1897 vom Harzklub erbauten Aussichtsturm (601) befindet sich zwischen Ilfeld und dem Hufhaus. Hat man die 177 Stufen zur Aussichtsplattform erklommen wird man mit einem fantastischen Rundblick zum Kyffhäuser, zum Ravensberg, zum Wurmberg und zum Brocken belohnt. Nachdem der Turm ab den 80er Jahren durch starke Korrosionsschäden gesperrt werden musste, gelang es dem Harzklub in 1992 den Turm durch Spendenmittel zu sanieren. Ein schöner Wanderweg führt von Ilfeld über die Wetterfahne HWN 95 zum Gipfel des Poppenbergs.

Die Stempelstelle Dreitälerblick befindet sich zwischen Ilfeld und Netzkater oberhalb des Besucherbergwerks Rabensteiner Stollen. Der Aussichtspunkt Dreitälerblick macht seinen Namen alle Ehre, denn von dort oben kann man tatsächlich in das Brandesbachtal, das Ilfelder Tal und das Kalte Tal schauen. Der beste Ausgangspunkt ist der Parkplatz der Harzer Schmalspurbahn am Haltepunkt Netzkater. Der beschilderte Wanderweg beginnt direkt am Bahnhofsgebäude und führt teilweise deutlich ansteigend durch den Wald zum Aussichtspunkt.

\"Bahnhof

Die Harzquerbahn ist eine Schmalspurbahn im Harz. Sie verbindet die beiden am Rande des Gebirges gelegenen Städte Nordhausen und Wernigerode miteinander. Dabei durchquert das 60 Kilometer lange und 1000 Millimeter breite Gleis das nördlichste deutsche Mittelgebirge in direkter Nord-Süd-Richtung, denn beide Städte liegen auf dem gleichen Längengrad. In Wernigerode am Nordrand des Harzes befindet sich auch der Firmensitz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH. Der ursprüngliche Zweck der Bahn bestand in der Förderung des Fremdenverkehrs und der im Harz vorhandenen Kleinindustrie. Die entsprechenden Ideen und Vorstellungen der Gründungsväter sind im Prinzip bis heute aktuell geblieben. Lediglich der Güterverkehr spielt nur noch zwischen Nordhausen und dem Steinbruch am Unterberg im Behretal nordwestlich des Bahnhofs \“Eisfelder Talmühle\“ eine Rolle. Der erste Streckenabschnitt der Harzquerbahn zwischen Nordhausen und Ilfeld wurde im Juli des Jahres 1897 eingeweiht. Im Norden konnte der erste Zug am 20. Juni 1898 von Wernigerode nach Drei Annen Hohne fahren. Seit dem 27. März 1899 ist die gesamte Strecke der Harzquerbahn durchgängig befahrbar. Im Jahre 1913 wurde außerdem bei Sorge ein Verbindungsgleis zum Schienenstrang der Südharzeisenbahn gebaut. Dieses Gleisstück war bis zum Jahre 1958 in Betrieb. Die Harzquerbahn stellt darüber hinaus das unverzichtbare Bindeglied zwischen den drei verbliebenen Schmalspurbahnen im Harz dar. Am Bahnhof \“Eisfelder Talmühle\“ hat sie einen Anschluß an die Gleise der Selketalbahn und in Drei Annen Hohne zur Brockenbahn. Auf ihrem Weg durch das Gebirge muß sich die Harzquerbahn auf steile Berge hinaufquälen und durch enge Täler winden. Ein touristisch besonders bedeutsamer und zudem sehr abwechslungsreicher Streckenabschnitt ist der zwischen Wernigerode und Drei Annen Hohne. Auf diesem Teilstück befindet sich nahe des Bahnhofs \“Steinerne Renne\“ der kleinste Bogenradius des gesamten Gleises. Dieser beträgt ganze 60 Meter. Oberhalb des Drängetals durchfährt die Harzquerbahn außerdem den einzigen Tunnel des Streckennetzes der Harzer Schmalspurbahnen. Eine Besonderheit stellt obendrein der Straßenbahnbetrieb zwischen den Stationen Nordhausen Krankenhaus und Ilfeld-Neanderklinik dar. Auf diesem Abschnitt fahren seit Mai 2004 Straßenbahnen der Linie 10 mit Elektro- und Hybridantrieb. Im Stadtgebiet von Wernigerode befindet sich am Bahnhof Westerntor das Bahnbetriebswerk der Harzer Schmalspurbahnen. In einer 70 Meter langen, im Jahre 1926 erbauten Werkhalle werden dort defekte Lokomotiven und Wagen wieder instand gesetzt sowie diverse weitere Wartungsarbeiten durchgeführt. Wer möchte, kann die Werkstatt im Rahmen einer Führung näher kennenlernen.

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