Ilsenburg

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Die Prinzess-Ilse-Quelle ist eine Mineralquelle im unteren Ilsetal am Fuße des Ilsesteins. Sie entspringt innerhalb eines schönen, im Stil des Historismus errichteten kleinen steinernen Brunnenhauses. Dieses direkt an der in das Ilsetal hineinführenden Straße befindliche Bauwerk ist nicht öffentlich zugänglich. In der Vergangenheit war das Wasser aus der Prinzess-Ilse-Quelle als Tafelbrunnen beliebt. Es wurde durch ein Rohr in einen Getränkebetrieb wenige hundert Meter unterhalb dieses Standortes geleitet und dort abgefüllt.

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Im Ilsetal südwestlich von Ilsenburg überwindet die Ilse auf einem Streckenabschnitt von etwas mehr als einem Kilometer einen Höhenunterschied von etwa 120 Metern. Dabei stürzt das Wasser des wilden Harzflusses laut rauschend über eine Vielzahl kleiner und größerer kaskadenartig angeordneter natürlicher Wasserfälle talwärts. Die Natur hat hier im Laufe der Jahrtausende eine eindrucksvolle zusammenhängende Attraktion aus Fels und Wasser geschaffen. Der Mensch unterteilte diese unzähligen Wasserfälle mehr oder weniger willkürlich in die Unteren und die Oberen Ilsefälle. Vor Ort stellt es sich allerdings als sehr schwierig heraus, innerhalb der Wasserfallkaskade eine Grenze zu erkennen. Doch letztendlich ist das auch gar nicht nötig, denn die Ilsefälle beeindrucken ja nicht zuletzt durch das kilometerlange Zusammenspiel aller kleinen und großen beteiligten Elemente. Entlang der Ilsefälle verläuft der Heinrich-Heine-Wanderweg, welcher Ihnen zahllose imposante Ausblicke auf das lautstarke Naturschauspiel ermöglicht. Die große Anzahl kleiner Wasserfälle trägt wesentlich zur besonderen Attraktivität dieses von Ilsenburg zum Brocken hinführenden Weges bei.

\"Stempelstelle

Die Bremer Hütte ist eine Schutzhütte mit Rastplatz an einer Wegekreuzung im Oberen Ilsetal unweit der Roten Brücke. Sie stellt eine wichtige Station auf dem Heinrich-Heine-Wanderweg dar und bietet die Gelegenheit für eine kleine Pause. Von hier haben Sie mehrere Möglichkeiten, in verschiedene Richtungen und zu unterschiedlichen Zielen weiterzuwandern. Talwärts können Sie von der Schutzhütte aus auf dem bereits erwähnten Heinrich-Heine-Weg der Ilse an den Ilsefällen vorbei in Richtung Ilsenburg folgen. Dieser Wanderweg führt Sie in der Gegenrichtung direkt zum Brockengipfel. Bei guter Sicht erscheint dieser höchste Berg im Harz von der Bremer Hütte bereits zum Greifen nahe. Die Entfernung (Luftlinie) beträgt gerade einmal 3500 Meter. Allerdings trennen den Wanderer von diesem Ziel auch noch etwa 610 Höhenmeter. Wer nicht zum Brocken wandern will, kann von der Bremer Hütte aus auch nach Osten zur Plessenburg weitergehen. Der Weg nach Süden führt Sie dagegen am Oberlauf der Ilse entlang. In seinem weiteren Verlauf können Sie an verschiedenen Weggabelungen zum Molkenhausstern oder zu den Zeterklippen abbiegen. Es besteht nach rund 800 Metern außerdem die Möglichkeit, doch noch auf den Heinrich-Heine-Weg und damit in Richtung Brocken zu gelangen.

\"Stempelstelle

Die Wegekreuzung Stempelsbuche (auch \“Stempels Buche\“ genannt) befindet sich am Nordhang des Brockenmassivs. An dieser wichtigen Wegmarke auf dem Heinrich-Heine-Wanderweg steht eine Schutzhütte für Wanderer. Sie bietet eine Unterstellmöglichkeit bei schlechtem Wetter sowie die Gelegenheit für eine kurze Rast. Der Platz war einstmals Standort einer mächtigen Buche, welche der Wegkreuzung ihren Namen gab. Dieser markante Baum ist aber inzwischen den Weg alles Zeitlichen gegangen. Von der Kreuzung Stempelsbuche können Sie in verschiedene Richtungen weitergehen. Sie wandern von hier entweder auf dem Heine-Weg weiter in Richtung Brocken bzw. talwärts über die Bremer Hütte nach Ilsenburg. Außerdem führt Sie ein Weg nach Norden zur Scharfensteinklippe sowie einer nach Süden zum Gelben Brink und den Zeterklippen oder zum Molkenhausstern.

\"Stempelstelle

Die Scharfensteinklippe (698 m ü. NN) liegt südwestlich von Ilsenburg und südöstlich von der Eckertalsperre. Unterhalb der Klippe liegt die Rangerstation Scharfenstein, welche die Wanderer nicht nur mit Informationen versorgt, sondern auch einen Imbiss anbietet. Um 1875 ließ Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode ein Forsthaus errichten, welches sich mit der um 1920 entstandenen Waldsiedlung zu einer beliebten Raststätte für Brockenwanderer und Ausflugsgaststätte mit Quartiermöglichkeit entwickelte. Am 11./12. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen den Scharfenstein kampflos. Sie wurden im Juli des Jahres durch die Rote Armee abgelöst. Nach Gründung der DDR 1949 und Bildung der staatlichen Forstverwaltung wurde zunächst die organisierte Forstwirtschaft am Scharfenstein wieder aufgenommen. Wegen der grenznahen Lage zu Niedersachsen entstand hier 1955 eine erste Holzkaserne. Das alte Forsthaus wurde 1960 abgerissen und 1969 eine neue Kaserne für die Grenztruppen der DDR errichtet. Die Kaserne wurde im Jahr 2000 für die nationalparkgerechte Renaturierung der Fläche abgetragen und zwei Jahre später die heutige Rangerstation mit zwei Blockhäusern eröffnet. Man kann den Scharfenstein gut von der Eckertalsperre HWN 1 erreichen oder von Ilsenburg aus mit einer Tour durch das Ilsetal und über das Kruzifix HWN 3 verbinden.

\"Stempelstelle

Die Eckertalsperre liegt idyllisch in die Harzlandschaft eingebettet zwischen Bad Harzburg und den Brocken. Der Stausee dient der Trinkwasserversorgung der Städte Braunschweig, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Das Wasser wird zum Hochbehälter Lewerberg bei Liebenburg geleitet, wo auch das Trinkwasser aus der Granetalsperre eintrifft. Von dort führt eine Leitung weiter zum Thieder Lindenberg und weiter in die Großstädte Braunschweig und Wolfsburg. Zur Zeit der Teilung Deutschlands verlief die innerdeutsche Grenze mitten durch Stauraum und Staumauer, welche nur auf der Westseite zu zwei Dritteln öffentlich zugänglich war. Der östliche Teil der Dammkrone war mit einer Mauer und Stacheldraht abgetrennt. Die ehemalige Grenzsäule wurde erhalten und um mehrere Informationstafeln ergänzt. Die Eckertalsperre wurde von unseren Wanderfreunden zur schönsten Stempelstelle 2007 gekürt. Der kürzeste Zugangsweg beginnt am Parkplatz Taternbruch kurz hinter dem Radauwasserfall am Ortsausgang von Bad Harzburg Richtung Torfhaus. Vom Parkplatz  führt ein beschilderter Wanderweg zur Talsperre. Man kann die Wanderung hervorragend mit andern Stempelstellen zu einer Rundtour kombinieren, z.B. Skidenkmal HWN 19, Molkenhaus HWN 169, Rabenklippe HWN 170, Kreuz des deutschen Ostens  HWN 122, oder Aussichtsreich HWN 121.

\"Stempelstelle

Das „Kruzifix“ (595 m ü. NN) ist ein eisernes Kreuz an einer Wegekreuzung zwischen Ilsenburg und der Eckertalsperre. Das ursprüngliche Kreuz, welches bereits im 17. Jahrhundert erstmalig erwähnt wurde, hat man beim Bau der innerdeutschen Grenze zerstört. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das heutige Kreuz an gleicher Stelle errichtet. Von Ilsenburg aus ist diese Stempelstelle durch das Ilsetal und das Große Sandtal zu erreichen. Es bietet sich an auf dem Rückweg nach Ilsenburg über die Scharfensteinklippe HWN 2 zu wandern.

\"Stempelstelle

Die Stempelstelle Taubenklippe (572 m ü. NN) liegt hoch über dem Eckertal bei Bad Harzburg. Vom Aussichtspunkt aus erblickt man auf der anderen Talseite das Waldgasthaus Rabenklippe HWN 170. Zu Zeiten der innerdeutschen Teilung verlief die Grenze mitten durch das Eckertal und die gleichnamige Talsperre HWN 1. Von Ilsenburg aus kann man die Taubenklippe über den Meineberg, den Froschfelsen HWN 5 und dann weiter über die Würtemberger Bank erwandern.

\"Stempelstelle

Der Froschfelsen (545 m ü. NN) ist ein riesiger Granit-Monolith und befindet sich oberhalb des Ilsetals auf dem Meineberg. Seinen Namen verdankt er seiner ungewöhnlichen Form, denn aus der richtigen Richtung und mit etwas Fantasie betrachtet, sieht er aus wie ein überdimensionaler, sitzender Frosch. Die Stempelstelle befindet sich in der etwa 50 Meter entfernten Schutzhütte. Von den Wanderparkplätzen im Ilsetal lässt sich der Froschfelsen gut mit einer Wanderung zu der Taubenklippe HWN 4 und dem Kruzifix HWN 3 verbinden.

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