Märchenweg

\"2017-03-25_009\"

Direkt am Wanderweg zwischen den Aussichtspunkten Elversstein und Steinbergkopf befindet sich eine kleine Höhle. Ihr Eingang mißt sowohl in der Höhe als auch in der Breite nur wenige dutzend Zentimeter. Somit ist es nicht ratsam, sich in den Höhlenraum hineinzubegeben. Nur wenige Schritte vom Höhleneingang entfernt gibt es neben dem Weg eine schachtartige Vertiefung, welche durch einen Zaun gesichert wird.

\"2017-03-25_023\"

Der Elversstein ist eine kleine Felsklippe mit Aussichtspunkt am Westhang des Steinberges südlich von Wernigerode. Die Plattform wurde in den 1880er Jahren angelegt und nach Dr. Johann Friedrich Rudolph Elvers benannt, welcher seinerzeit Landrat des Kreises Wernigerode war. Vom Elversstein haben Sie einen herrlichen Ausblick auf das dem Betrachter zu Füßen liegende Drängetal und den gegenüberliegenden Thumkuhlenkopf. Bei guter Fernsicht reicht – wie auch auf dem Bild zu sehen – der Blick bis zum rund acht Kilometer entfernten Gipfel des Brockens. Für Eisenbahnfreunde bietet der Elversstein eine besondere Attraktion. Von hier haben Sie nämlich eine sehr gute Sicht auf das auf der anderen Seite am Berghang verlaufende Gleis der Harzquerbahn sowie auf das Südportal des Drängetaltunnels. Mehrmals täglich kann man die berühmte Schmalspurbahn beim Verlassen dieses Tunnels beobachten. Die Dampflok muß sich bei ihrer Fahrt den Berg hinauf in Richtung Drei Annen Hohne sehr anstrengen und stößt dabei dicke dunkle Qualmwolken aus. All dies ereignet sich rund 600 Meter vom Elversstein entfernt. Das beliebte Wanderziel Elversstein läßt sich leicht vom Wernigeröder Ortsteil Hasserode sowie vom Armeleuteberg aus erwandern. Nur wenige hundert Meter weiter nördlich befindet sich außerdem der rund 80 Meter höher gelegene Steinbergkopf. Dort gibt es ebenfalls einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die Harzberge westlich von Wernigerode.

\"2017-03-25_051\"

Das Gasthaus Armeleuteberg befindet sich oberhalb von Wernigerode, zu erreichen über die Salzbergstraße und den Wanderparkplatz Försterplatz. Am 1. Mai 1464 schenkten Heinrich Graf zu Stolberg und die Stadt Wernigerode den 478m hohen Petersberg aus ihrem Forstbesitz an das St. Georgii-Hospital zu Wernigerode. Der neue Bergbesitz kam den vielen armen Kranken zugute, welche teilweise auch von Lepra befallen waren. Sehr bald wechselte der Bergname, zuvor dem heiligen Petrus geweiht, im Volksmund zu „der arme Lude holt“ und ab 1671 fortdauernd zu „Armeleuteberg“. Nach Anlage des Brunnens 1905 am Försterplatz, an welchem seit 1928 das Forsthaus steht, ließ der Sauerbrunnen-Fabrikant Karl Ermisch ein Haus erbauen, das am 20. Mai 1906 als „Berghotel Armeleuteberg“ mit Restaurant und sechs Fremdenzimmern eröffnet wurde. Seit 1990 ist das Berggasthaus in Familienbesitz und bietet  harztypische Speisen und Getränke in einem gepflegten Ambiente an. Auf Initiative der Gastwirtin vom Armeleuteberg, Chris Krebs, wurde der „Wernigeröder Märchenweg“ angelegt. An acht Stationen weisen Tafeln mit Rätselfragen auf bekannte Sagen und Märchen hin. Auf den Spuren von Rapunzel, Hänsel und Gretel und Co. können die Kinder im Wernigeröder Wald wichtige Informationen zur Natur und Tierwelt sammeln, die jeweils zur Lösung eines Rätsels beitragent. Der Märchenweg führt über Stock und Stein, angefangen vom Hasseröder Ferienpark, romantisch durch den geschlossenen Wald, entlang des Bachlaufes der „Nessel“, hinauf zur harztypischen Hosenbeinwiese. Er kreuzt dann den Försterplatz unterhalb des Waldgasthauses „Armeleuteberg“ und endet schließlich am Kaiserturm – mit 478 Meter Höhe dem höchsten Punkt des Märchenweges. Als Belohnung erhalten die Kinder im Waldgasthaus „Armeleuteberg“ eine Überraschung und einen Sonderstempel der Harzer Wandernadel.

\"2017-03-25_083\"

Südlich von Wernigerode erhebt sich der 478 Meter hohe Armeleuteberg. Seinen Namen erhielt der Berg im 17. Jahrhundert, als sich dort ein Hospital für Arme befand. Seit dem Jahre 1902 steht auf dem Armeleuteberg der Kaiserturm, ein aus Harzer Granitsteinen errichteter Aussichtsturm zu Ehren von Kaiser Wilhelm II. Der Bau von Kaisertürmen war das kaisertreue Gegenstück zum Bismarckkult und dem damit einhergehenden Bau zahlreicher Bismarcktürme im Deutschen Kaiserreich. Wer die steinerne Wendeltreppe hinaufgestiegen ist, kann oben vom Zinnenkranz einen herrlichen Panoramablick in alle Himmelsrichtungen genießen. Der Blick reicht weit hinein in das nördliche Harzvorland bis zum Huy, aber auch auf Halberstadt, Wernigerode und zum Brocken. Unweit des Kaiserturmes kann sich der Wanderer im Ausflugslokal Armeleuteberg ausruhen und stärken.

Nach oben scrollen