Achenkirch
Wanderung · 10,4 km · 213 hm · Oktober 2017
15 km
Strecke
429 hm
Höhenmeter
4:30 h
Dauer
Achenkirch
Region
Karte der Wanderung
Tourbeschreibung
An diesem Tag haben wir den Mariensteig bewusst andersherum erlebt – nicht von Pertisau aus, sondern von Achenkirch nach Pertisau. Und genau diese Richtung hat der Tour einen ganz eigenen Charakter gegeben.
Schon zu Beginn, am ruhigeren Nordufer des Achensee, war die Stimmung entspannt. Der See lag ruhig da, und der Weg führte zunächst noch vergleichsweise gemütlich entlang des Ufers. Es war einer dieser Momente, in denen man noch nicht ahnt, wie spektakulär die Strecke wenig später wird.
Mit jedem Schritt Richtung Süden veränderte sich die Landschaft. Die Wege wurden schmaler, die Hänge steiler – und plötzlich war man mittendrin im eigentlichen Mariensteig.
Der große Unterschied in dieser Richtung:
Die spektakulären Passagen bauen sich langsam auf.
Was zunächst harmlos beginnt, wird nach und nach anspruchsvoller. Der Weg zieht sich höher über dem See entlang, die Felsen rücken näher, und die Ausblicke werden immer dramatischer. Unter einem liegt das tiefblaue Wasser des Achensees, während sich der Steig schmal an den Hang schmiegt.
Gerade weil man sich von Achenkirch aus langsam „hineinsteigert“, wirkt die Tour besonders intensiv. Die ausgesetzten Stellen kommen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich Schritt für Schritt. Man hat Zeit, sich an die Höhe und die Wegführung zu gewöhnen – und gleichzeitig wächst die Spannung.
Es gibt Passagen, in denen man deutlich merkt, dass der Mariensteig kein gewöhnlicher Wanderweg ist. Trittsicherheit ist hier wichtig, und man ist immer wieder aufmerksam unterwegs. Gleichzeitig sind genau diese Stellen es, die die Tour so besonders machen.
Mit jedem Kilometer wird der Blick über den Achensee weiter und beeindruckender. Die Farben des Wassers, die steilen Hänge und die Berge des Karwendel ergeben zusammen eine Szenerie, die man so schnell nicht vergisst.
Gegen Ende der Tour lässt die Anspannung langsam nach. Die Wege werden wieder breiter, die Landschaft öffnet sich, und schließlich erreicht man Pertisau.
Nach den schmalen, felsigen Abschnitten wirkt der Ort fast wie eine Rückkehr in eine andere Welt – lebendig, offen und direkt am Wasser gelegen.
Am Ende bleibt das Gefühl, den Mariensteig auf eine besonders schöne Weise erlebt zu haben:
von ruhig zu spektakulär, von entspannt zu intensiv – und genau deshalb so eindrucksvoll.

























