Oberharzer Wasserregal

\"Stempelstelle

Schmidts-Denkmal (607 m ü. NN) befindet zwischen dem Parkplatz Polsterberg bei Clausthal-Zellerfeld und Kammschlacken. Es erinnert an den königlichen Feldjäger August Schmidt, welcher am 2. Juni 1849 von zwei Wilddieben überfallen und hinterrücks mit einer Axt niedergeschlagen wurde. Schwer verletzt schleppte sich Schmidt nach Kammschlacken, wo er acht Tage später seinen Verletzungen erlag. An der eigentümlichen Hautfarbe hatte Schmidt aber einen der Wilderer erkannt und so konnte der „Gelbe Wagener“ am 28. Mai1850 in Göttingen durch das Schwert hingerichtet werden. An der Stelle des tragischen Überfalls wurde das Denkmal von August Schmidts Kollegen und Freunden errichtet. Der kürzeste Wanderweg führt vom Parkplatz Polsterberg über die breite Forststraße und dann der Beschilderung folgend rechts zum Denkmal.

\"Stempelstelle

Das Braunseck, von vielen Einheimischen „Buntenbocker Bahnhof“ genannt, ist eine Weg-kreuzung zwischen Buntenbock und Riefensbeek , an welcher man vergeblich einen Bahnhof sucht. Zu Beginn des 20. Jh. ab es große Pläne, um Buntenbock und andere Harzorte mit einer neuen Eisenbahnlinie infrastrukturell besser zu erschließen. Damit sollte die schlechte wirtschaftliche Situation der Bergstädte Clausthal, Zellerfeld und Altenau verbessert werden. Innerhalb von zwei Jahren wurden die Pläne so konkret, dass Anfang 1914 die 20 Kilometer lange Trasse vom Clausthaler Ostbahnhof über Buntenbock, Lerbach und Freiheit nach Osterode abgesteckt und bereits Schneisen in den Wald geschlagen waren. Trotz enormer Baukosten wurde die Eisenbahnstrecke von vielen Beteiligten für rentabel gehalten, heute kaum mehr vorstellbar. Der große Höhenunterschied zwischen Buntenbock und Lerbach erforderte drei Tunnel mit einer Länge von 150, 300 und 550 Metern, neun Talbrücken von bis 150 Meter Länge und 30 Meter Höhe und elf Über- und Unterführungen an Wegen. Die Orte Buntenbock, Lerbach und Freiheit sollten Bahnhöfe erhalten. Vom Bahnhof Clausthal-Ost hätte die Strecke bei Bedarf in nördlicher Richtung nach Hahnenklee weitergeführt werden können. Der 1. Weltkrieg machte die Verwirklichung dieser in der Planung fertig gestellten Eisenbahnstrecke zunichte, die der Höllentalbahn im Schwarzwald vergleichbar gewesen wäre. Quelle: Hildebrandt, Werner: Der geplante Bahnbau Clausthal-Buntenbock-Osterode. Allgemeiner Harz-Berg-Kalender 1987, Clausthal-Zellerfeld Vom Wanderparkplatz „An der Trift“ in Buntenbock folgt man den Harzer Försterstieg zum Braunseck, von wo aus man die Wanderung zur Kuckholzklippe HWN 139 fortsetzen kann. Der Stempelkasten am Braunseck befindet sich in der Schutzhütte.

\"Stempelstelle

Der Bärenbrucher Teich ist ein zum Oberharz Wasserregal gehörender Stauteich bei Buntenbock, dessen Geschichte sich bis in das 17. Jahrhundert zurück verfolgen lässt. In der heutigen Zeit wird der Bärenbrucher Teich als Überlaufteich betrieben, was bedeutet, dass das zufließende Wasser über den Überlauf in den Ziegenberger Teich abfließt. Es empfiehlt sich den Bärenbrucher Teich im Rahmen einer familienfreundlichen Rundwanderung auf dem „WasserWanderWeg Buntenbocker Teiche“ aufzusuchen. Der Stempelkasten befindet sich in der Schutzhütte am Staudamm. Ausgangs- und Endpunkt des kurzweiligen Rundweges ist der Große Sumpfteich am Ortsrand von Buntenbock. Am Weg liegen zahlreiche Wassergräben und versteckte Wasserläufe, der Ziegenberger, der Bärenbrucher, der Pixhaier, und der Schwarzenbacher Teich sowie das Gasthaus Pixhaier Mühle.

Die Quelle der Innerste, der \“Innerste-Sprung\“, befindet sich südöstlich von Clausthal-Zellerfeld nahe der Bundesstraße 242 in einer Höhe von etwa 610 Meter über dem Meersspiegel. Schon nach wenigen Metern mündet der noch kleine Gebirgsbach in den Entensumpf ein, einen alten Trinkwasserteich, welcher einst der Versorgung von Clausthal diente. Die Innerste wird anschließend bei Buntenbock noch zahlreiche weitere Male angestaut. Meist handelt es sich dabei um für Bergbauzwecke angelegte Teiche.

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Nach dem Verlassen des Gebietes um Buntenbock durchquert die Innerste das von ihr geschaffene und nach ihr benannte Innerste-Tal. Dort passiert der Fluß die beiden alten Bergbaustädte Wildemann und Lautenthal, bevor er von der großen, in den 1960er Jahren erbauten Innerste-Talsperre erneut aufgehalten und angestaut wird. Die Staumauer der Innerste-Talsperre ist mit einer Länge von 750 Metern die längste aller Talsperren im Harz. Etwa drei Kilometer unterhalb dieser Staumauer fließt die Innerste durch Langelsheim und verläßt dabei den Harz in Richtung Norden. Nach 95 Kilometern Wegstrecke vom Innerste-Sprung im Oberharz und der Überwindung von ca. 550 Höhenmetern sowie der Passage von Hildesheim und Sarstedt ergießt sich die Innerste nahe des Ortes Ruthe in die Leine. Einst war das Tal der Innerste eine bedeutende Verkehrsader. Von 1877 bis 1976 fuhr die Innerstetalbahn von Langelsheim über Lautenthal und Wildemann durch das Flußtal bis nach Clausthal-Zellerfeld. Noch heute erinnern zahlreiche Brücken und andere Bauwerke entlang der Innerste an diese Bahnstrecke.

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Das Huttal (606 m ü. NN) liegt am östlichen Rand der Clausthaler Hochfläche, zwischen Claustahl-Zellerfeld und dem Sperberhaier Dammhaus. Die Huttaler Widerwaage wurde in den Jahren 1763 bis 1776 als Teil des Oberharzer Wasserregals gebaut. Das Bauwerk ist in der Lage, bei Niedrigwasser durch entsprechende Schaltung Wasser aus dem Huttal dem Hirschler Teich zuzuführen und ihn umgekehrt bei Hochwasser von überschüssigen Wasser zu entlasten. Als Widerwaage wird im Bereich des Oberharzer Wasserregals ein kleines Becken beziehungsweise ein kleiner Anstau bezeichnet. Dieses Becken wird hier durch ein hölzernes Wehrbauwerk, einen sogenannten Fehlschlag angestaut. Es ist durch den Huttaler Wasserlauf mit dem auf der anderen Seite des Höhenzuges befindlichen Hirschler Teich verbunden und kommuniziert mit diesem. Aus dem Huttaler Graben wird der Widerwaage Wasser vom Schwarzenberg sowie vom Polsterberger Hubhaus zugeführt. Ist das Wehr hochgestaut, wird das Wasser durch den Huttaler Wasserlauf zum Hirschler Teich weitergeleitet. Dort konnte es zur Kraftwasserversorgung der sehr ergiebigen Grube Caroline und Grube Dorothea genutzt werden. Bei Hochwasser können die Einsatzbretter des Wehres entnommen werden. Dann kehrt sich das Fließgefälle um und Wasser aus dem Hirschler Teich fließt durch den Huttaler Wasserlauf und durch die Huttaler Widerwaage ins Huttal und dann weiter in Richtung Söse ab. Dadurch konnte die Hochwassersituation in Clausthal entschärft werden. Der günstigste Ausgangspunkt ist der Parkplatz Entensumpf an der B 242 östlich von Clausthal-Zellerfeld.

\"Stempelstelle

Der Jägersbleeker Teich befindet sich zwischen Clausthal-Zellerfeld und dem Sperberhaier Dammhaus. Der Teich gehört zum Oberharzer Wasserregal, wird zur Trinkwassergewinnung genutzt und ist als Biotop geschützt. Eine Schutzhütte für Wanderer in welcher sich auch der Stempelkasten befindet steht am Ende des Staudamms und ist nach dem Forstamtmann August Weppner benannt. Ein guter Ausgangspunkt für eine Wanderung ist die Waldgaststätte Polsterberger Hubhaus, von welcher oberhalb der Terasse ein Wanderweg durch den Wald zur Stempelstelle führt.

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