Talsperren

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Der Aussichtspunkt Schöneburg (441 m ü. NN) liegt oberhalb von Altenbrak. Von der Schöneburg aus hat man eine hervorragende Aussicht auf Altenbrak und das Bodetal. Der beste Ausgangspunkt für eine Wanderung ist die Forellenzucht Bodetal in Altenbrak. Von dort folgt man der Südroute des Harzer Hexenstieges stetig ansteigend zur Schöneburg. Man kann die Tour auf dem Hexenstieg bis zum 2 km entfernten Stemberghaus HWN 60 fortsetzen.

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Wer sich der Harzköhlerei Stemberghaus nähert, kann schon aus einiger Entfernung den würzigen Rauch der Holzkohlemeiler in seiner Nase wahrnehmen. Die an der Bundesstraße 81 zwischen Blankenburg und Hasselfelde gelegene Köhlerei gehört zu den wenigen noch arbeitenden Handwerksbetrieben dieser Art in Deutschland. Das Köhlerhandwerk hat im Harz eine sehr lange Tradition. Bereits im Mittelalter war die Holzkohle ein wichtiger Brennstoff für die zahlreichen Harzer Eisenhütten. In der heutigen Zeit stellt die Köhlerei Stemberghaus jedes Jahr etwa 50 Tonnen Holzkohle her. Dabei kommen nur einheimische Holzarten wie Buche oder Eiche zum Einsatz. Die Harzköhlerei Stemberghaus ist ein produzierender Handwerksbetrieb mit angeschlossenem Museum. In diesem ersten deutschen Köhlereimuseum erfahren Sie viel wissenswertes über die Geschichte der Köhlerei und erhalten einen Einblick in die schwierigen Arbeits- und Lebensbedingungen der Köhler. Jedes Jahr in der Zeit von April bis Oktober werden die traditionellen Erdmeiler zur Holzkohleproduktion aufgebaut und betrieben. Als Teilnehmer im Köhlercamp können Sie während dieser Zeitspanne selbst mit Hand anlegen und dabei die traditionelle Arbeitsweise der Köhler hautnah miterleben und kennenlernen. Dafür sollten Sie allerdings schon mehrere Tage einplanen, wenn Sie das Ergebnis ihrer Arbeit auch selbst sehen wollen. Wer nicht soviel Zeit übrig hat, kann die Harzköhlerei und das Köhlereimuseum täglich zwischen 10 Uhr und 18 Uhr besichtigen. Auf dem Areal der Harzköhlerei Stemberghaus steht des Weiteren gleich neben dem kostenlosen Parkplatz eine unübersehbare Köhlerhütte. In diesem markanten Gebäude befindet sich ein Restaurant mit Terrasse, Biergarten und Kamin. Die Köhlerhütte samt Außengelände eignet sich außerdem gut für Gruppenveranstaltungen. Zur Köhlerei gehört obendrein ein Köhlerladen, welcher die hier produzierte Holzkohle in handelsüblichen Mengen in Tüten verpackt anbietet. Die \“flüssige Holzkohle\“ sollten Sie dagegen vor dem Genuß in kleine Gläser umfüllen. Es handelt sich hierbei um einen hochprozentigen Kräuterlikör. Darüber hinaus können Sie hier den \“Köhlerschweiß\“ (ein Schwarzbier) sowie den aus einheimischen Kräutern gemachten \“Köhlertee\“ käuflich erwerben. In der ebenfalls angebotenen Broschüre \“Kleine Köhlerfibel\“ erfahren Sie mehr Interessantes über die Holzkohle, z.B. deren Nutzung als Heilmittel.

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Der Rotestein (503 m ü. NN) ist unweit der Köhlerei Stemberghaus bei Hasselfelde gelegen. Er ist ein interessanter Aussichtspunkt hoch über der Rappbodetalsperre und bietet eine wunderschöne Fernsicht über das schimmernde Wasser der Talsperre bis hin zum Brockengipfel. Der Rotestein wurde von unseren Wanderfreunden zur schönsten Stempelstelle 2010 gekürt. Meinungen von Wanderfreunden:
„Der Blick vom Rotestein ist traumhaft schön auf die Talsperre. Man fühlt sich wie an einem Fjord in Norwegen doch im Hintergrund sieht man den Brocken. „Diese Stempelstelle kann auch von Wanderern, die nicht so gut zu Fuß sind leicht erreicht werden. Trotz der Nähe zur Bundesstraße findet man dort eine himmlische Ruhe zum Träumen und Relaxen.“ Der beste Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Rotestein ist der Parkplatz vor der Harzköhlerei Stemberghaus HWN 60. Von dort überquert man die B 81und folgt den beschilderten Wanderweg ca. 2 km zum Rotestein.

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Nordwestlich von Hasselfelde befindet sich die Hasselvorsperre. Ihre Staumauer, welche den kleinen Fluß Hassel anstaut, wurde im Jahre 1959 fertiggestellt. Das Betonbauwerk ist 21,5 Meter hoch und 141 Meter lang. Der ca. 1700 Meter lange und bis zu 200 Meter breite Stausee faßt bei Maximalstau ungefähr 1,47 Millionen Kubikmeter Wasser. Der im Normalfall randvoll gefüllte Stausee der Hasselvorsperre ist Teil des Rappbodetalsperrensystems. Er dient hauptsächlich der Vorreinigung des Trinkwassers. Schwebstoffe und andere grobe Verunreinigungen setzen sich auf dem Grund des künstlichen Sees ab. Das Wasser fließt dann über den Überlauf an der Staumauer der Hauptsperre entgegen. Nach mehr als einem halben Jahrhundert Dienst erfolgte im Jahre 2014 eine umfassende Sanierung des Staubauwerkes. Im Rahmen der mehrmonatigen Bauarbeiten wurden u.a. die Mauerkrone mit dem Geländer sowie die Überläufe und das Schieberhaus erneuert. Das von Menschenhand erschaffene Gewässer ist zur Heimat unzähliger Tiere geworden. Es weist u.a. einen artenreichen Fischbestand auf. Mit entsprechender Erlaubnis darf in der Hasselvorsperre auch geangelt werden. Um den Stausee führt ein rund sechs Kilometer langer Rundwanderweg herum. Unterwegs kommen Sie an mehreren Aussichtspunkten vorbei. Ein Wegabschnitt am Westufer gehört zur Südroute des Harzer Hexenstiegs. Einen guten Startpunkt für die Wanderung um den See stellt der Parkplatz an der Hassel nördlich der \“Hagenmühle\“ am nordwestlichen Ortsrand von Hasselfelde dar.

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Die Stempelstelle liegt an einer Forststraße oberhalb der Staumauer der Rappbode-Vorsperre am Harzer Hexenstieg von Trautenstein nach Königshütte. Vor dem Stempelkasten hat der Harzklub Zweigverein Trautenstein eine Ruhebank aufgestellt. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf die 24 Meter hohe und 134 Meter lange Staumauer. Vorsperren dienen der Vorreinigung des Wassers von Geröll und Trübstoffen. Das Wasser wird in den Vorsperren angestaut und fließt dann durch die Überläufe in den Bachlauf und weiter in die Hauptsperre. Der beste Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz in der Ortsmitte von Trautenstein. Man folgt den Wegweisern des Harzklub Zweigverein am rechten Ufer der Rappbode entlang und erreicht nach einem kurzen Anstieg die Trageburg HWN 52. Von dort wandert man auf dem Harzer Hexenstieg über die Staumauer, folgt rechts den breiten Forstweg und erreicht nach einem kurzen Anstieg die Stempelstelle.

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Das Bodendenkmal Trageburg (499 m ü. NN) war eine kleine mittelalterliche Burganlage und befindet sich 2,5 km von Trautenstein entfernt oberhalb des rechten Ufers der Rappbode-Vorsperre. Furten durch die Harzflüsse, an denen sich meistens auch kleine Höfe mit Pferden befanden, um Vorspann leisten zu können, wurden durch kleine Burgen geschützt. Eine solche Schutzburg für die Furt durch die Rappbode war die Trageburg, in einer Urkunde von 1654 als Draburg bezeichnet. Der beste Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz in der Ortsmitte von Trautenstein. Man folgt den Wegweisern des Harzklub Zweigverein am rechten Ufer der Rappbode entlang und erreicht nach einem kurzen Anstieg die Trageburg. Es empfiehlt sich die HWN 56 Rappbodeblick Trautenstein durch Überquerung der Staumauer in die Wanderung mit einzubeziehen und auf der anderen Seite des Stausees zurück zu wandern. Diese Tour ist 8 km lang, bietet viele schöne Ausblicke auf die Rappbode-Vorsperre und führt teilweise auf dem Harzer Hexenstieg entlang.

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